
Coventry äußerte sich sichtbar emotional am Rand des Eiskanals in Cortina. Ein IOC-Sprecher ergänzte, wenn man solche Botschaften zulassen würde, hätte dies "Chaos" zur Folge. Hören Sie hierzu auch: Ukrainer Heraskewytsch wird wegen Helm disqualifiziert.
Heraskewytsch hatte in den Trainingsabfahrten einen Helm getragen, der Fotos ukrainischer Olympioniken zeigt, die im russischen Angriffskrieg getötet wurden. Das IOC machte deutlich, dass dieser bei den offiziellen Wettkämpfen im Eiskanal von Cortina nicht erlaubt sei. Der 27-Jährige hatte zuletzt den Druck auf das IOC erhöht und neben einer Entschuldigung auch Stromgeneratoren für ukrainische Sportanlagen gefordert.
Heraskewytsch sieht keinen Regelverstoß, da er mit seinem Helm nur an gestorbene Sportler erinnere. Auch andere Sportler hätten an tote Verwandte oder Freunde erinnern dürfen. Er kündigte eine Klage vor dem internationalen Sportgerichtshof CAS an. Dies hat aber keine Auswirkung auf den heutigen olympischen Wettkampf.
Der ukrainische Präsident Selenskyj kritisierte die IOC-Entscheidung. Die olympische Bewegung solle dazu beitragen, Kriege zu beenden, statt Aggressoren in die Hände zu spielen, erklärte er.
Botschaft bereits in Peking
Heraskewytsch hatte bereits vor vier Jahren bei seinem letzten olympischen Wettkampf in Peking ein Schild mit der Aufschrift "Kein Krieg in der Ukraine" gezeigt, das nachträglich vom IOC gebilligt wurde. Die Winterspiele in Peking endeten kurz vor Beginn der russischen Invasion in der Ukraine.
Diese Nachricht wurde am 12.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
