Nähe zu Trump
IOC-Ethikkommission sieht von Ermittlungen gegen Infantino ab

Die Ethikkommission des Internationalen Olympischen Komitees hat eine Beschwerde der Nichtregierungsorganisation FaireSquare gegen FIFA-Präsident Gianni Infantino zurückgewiesen.

    US-Präsident Donald Trump (l.) mit FIFA-Präsident Gianni Infantino
    US-Präsident Donald Trump (l.) mit FIFA-Präsident Gianni Infantino (picture alliance / AP Photo / Jacquelyn Martin / Jacquelyn Martin)
    Das IOC-Gremium verwies darauf, dass die Beschwerde nicht in den Zuständigkeitsbereich der Ethikkommission falle. FairSquare aus Großbritannien hatte Infantino eine Verletzung seiner Neutralitätspflichten vorgeworfen. Begründet wurde dies mit seiner Nähe zu US-Präsident Donald Trump. Beide hatten während der WM bestätigt, dass sie über die Sperre nach einer Roten Karte gegen US-Stürmer Balogun telefoniert haben. Die Sperre wurde entgegen der Gepflogenheiten zur Bewährung ausgesetzt. Trump und Infantino bestreiten eine Einflussnahme auf die Entscheidung, im europäischen Fußball herrschen darüber Zweifel.
    Bei der Ethikkomission der FIFA ist eine ähnliche Beschwerde anhängig, hier geht es vor allem um die Verletzung von Neutralitätspflichten in Bezug auf die Verleihung eines sogenannten FIFA-"Friedenspreises" durch Infantino an Trump.
    Diese Nachricht wurde am 24.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.