Nahost
Irakische Behörden beenden Vernehmung von 5.700 mutmaßlichen IS-Anhängern aus Syrien

Die irakischen Justizbehörden haben die Vernehmung von mehr als 5.700 mutmaßlichen Anhängern der Dschihadistenmiliz IS aus Syrien beendet.

    Syrische Armee und Sicherheitskräfte stehen vor dem Lager al-Hol, in dem Familien von IS-Mitgliedern untergebracht sind. Kinder und Erwachsene stehen hinter einer geschlossenen Gittertür.
    Im Lager Al-Hol waren zahlreiche Familien von Mitgliedern der Dschihadistenmiliz IS untergebracht. (picture alliance/dpa/Moawia Atrash)
    Die Ermittlungen hätten zur Identifizierung mehrerer Kommandeure geführt, teilte der Oberste Justizrat des Iraks mit. Sechs Verdächtige seien direkt daran beteiligt gewesen, Angehörige der Religionsgemeinschaft der Jesiden in die Sklaverei zu zwingen.
    Die Männer waren über Jahre hinweg in Lagern im Nordosten Syriens festgehalten worden, die von kurdisch geführten Kräften überwacht wurden. Das mit den Kurden verbündete US-Militär überstellte die Gefangenen wegen der Sicherheitslage an den Irak.
    Die IS-Miliz kontrollierte einst große Teile des Iraks und Syriens. Mit Hilfe der US-Armee wurde sie schließlich in beiden Ländern besiegt.
    Diese Nachricht wurde am 01.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.