Nahost
Iran nach Trump-Vorstoß: Straße von Hormus gehört uns

Der Iran hat die durch US-Präsident Trump angemeldeten Ansprüche der Vereinigten Staaten auf die Straße von Hormus zurückgewiesen. Trump hatte bei einem Auftritt im Bundesstaat New York gesagt, er wolle die Meerenge nach dem Ende des Iran-Krieges zu US-Territorium erklären.

    Der Persische Golf, die Straße von Hormus und der Golf von Oman in einer Satellitenaufnahme
    Der Persische Golf, die Straße von Hormus und der Golf von Oman in einer Satellitenaufnahme (NASA/The Visible Earth)
    Der iranische Vizeaußenminister Gharibabadi erklärte, die Straße von Hormus lasse sich weder per Tweet noch mit einem Flugzeugträger, noch durch einen Befehl oder eine Wahlkampfrede einnehmen.
    Die Meerenge ist durch den Krieg zwischen den USA und dem Iran faktisch blockiert. Sie ist eine der wichtigsten Handelsrouten für Öl, Flüssiggas und Dünger. 

    Unklarheit über Waffenruhe

    Die 60-tägigen Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran endet an diesem Samstag. Wie es danach weitergeht, ist unklar. Der Iran hat eigenen Angaben zufolge noch nicht entschieden, ob neue Verhandlungen mit Washington aufgenommen werden sollen.
    Der iranische Außenminister Araghtschi sagte der regierungsnahen Nachrichtenagentur Isna zufolge, die USA hätten die vor rund zwei Monaten getroffene Absichtserklärung verletzt, die Kämpfe seien wieder aufgenommen worden. Damit habe es anders als abgesprochen keine Waffenruhe gegeben, die verlängert werden müsse. Araghtschi erklärte weiter, die Vermittler Pakistan und Katar stünden weiter mit dem Iran in Kontakt.
    Diese Nachricht wurde am 15.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.