EU-Einigung
Irans Revolutionsgarden kommen auf Terrorliste

Nach der Tötung Tausender regierungskritischer Demonstranten im Iran stufen die EU-Staaten die Revolutionsgarden des Landes als Terrororganisation ein.

    Die Iranische Revolutionsgarde bei einer Parade im März 2022
    Die EU- Außenminister haben die iranischen Revolutionsgarden als Terrororganisation eingestuft. (IMAGO / UIG)
    Das teilte die Außenbeauftragte Kallas nach Beratungen der Außenminister in Brüssel mit. Der deutsche Ressortchef Wadephul sagte, die Revolutionsgarden und ihre Hilfstruppen gingen mit unermesslicher Brutalität gegen die eigene Bevölkerung vor. Sie hätten Blut an ihren Händen. - Der iranische Außenminister Araghtschi sagte, die EU begehe einen großen strategischen Fehler.
    Gegen die Revolutionsgarden gab es bereits zuvor umfassende Sanktionen, die Einstufung als Terrororganisation hat deshalb nur wenig konkrete Auswirkungen.
    Bei den jüngsten Massenprotesten im Iran wurden nach Schätzungen von Menschenrechtsorganisationen Tausende Demonstranten getötet. Mehrere Außenminister von EU-Staaten sprachen heute von möglicherweise bis zu 30.000 Opfern.
    Der Ministerrat beschloss außerdem weitere Sanktionen gegen Vertreter des Iran. Betroffen sind etwa der Innenminister des Landes, der Generalstaatsanwalt und der Chef der Sicherheitspolizei. Die Strafmaßnahmen umfassen das Einfrieren von Vermögen in der EU sowie Einreise- und Finanzierungsverbote. 
    Diese Nachricht wurde am 29.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.