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Irische Kultur statt Konflikt

Die Stadt Derry-Londonderry will mit einem Kulturhauptstadtjahr auch alte Konflikte zwischen Protestanten und Katholiken in Nordirland hinter sich lassen. Alleine das größte irische Musikfest lockt jedes Jahr 300.000 Besucher an.

Von Harald Jüngst | 19.08.2013

    Derry-Londonderry in Nordirland ist eine Stadt, die traurigen Ruhm erlangt hat. Am 30. Januar 1972 gipfelten die nordirischen Unruhen im sogenannten "bloody Sunday". Mittlerweile wollen die dort lebenden Katholiken, die ihre Stadt nur Derry nennen und die Protestanten, die die Stadt Londonderry nennen, dem Ort ein neues Image verleihen. Am besten mithilfe der Kultur. Und so wurde Derry-Londonderry in diesem Jahr zur sogenannten "Kulturhauptstadt des britischen Königreichs" gekürt.

    Das bedeutet zahlreiche Veranstaltungen, Ausstellungen, Festivals. Darunter auch das größte irische Musikfest überhaupt: das FLA-Festival, das seit Jahrzehnten fast immer gut 300.000 Besucher anlockt.