Münchner Sicherheitskonferenz
Ischinger begrüßt europäische Entschlossenheit, mehr Verantwortung bei der Verteidigung zu übernehmen

Der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Ischinger, hat es begrüßt, dass Europa mehr Verantwortung für seine Verteidigung übernehmen will.

    Ischinger steht auf der Bühne, spricht ins Mikrofon und hält mit der anderen Hand einen Zettel. Im Hintergrund eine weiße Wand mit den Schriftzügen und Logos der Konferenz.
    Wolfgang Ischinger bei seiner Rede. (dpa / Sven Hoppe)
    Bei dem diesjährigen Treffen habe sich ein größerer Geist europäischer Entschlossenheit gezeigt, sagte Ischinger in seiner Abschlussrede. Nun müsse es darum gehen, diese Absichtserklärungen in konkretes Handeln zu übersetzen.
    Als vordringlichste geopolitische Aufgabe bezeichnete Ischinger die Beendigung des Krieges gegen die Ukraine. Dabei seien die Bedingungen, unter denen der Konflikt beigelegt werde, für Europa von existenzieller Bedeutung. Dies würden zunehmend auch die USA verstehen, wie die Rede von US-Außenminister Rubio gezeigt habe, meinte Ischinger. Die transatlantischen Partner müssten dafür den Druck auf Russland gemeinsam erhöhen.
    Zuvor hatte die EU-Außenbeauftragte Kallas in ihrer Rede gefordert, Europa an den Verhandlungen für einen Frieden in der Ukraine zu beteiligen und auch Zugeständnisse von russischer Seite zu verlangen.
    An der dreitägigen Sicherheitskonferenz in München nahmen mehr als 60 Staats- und Regierungschefs teil.
    Diese Nachricht wurde am 15.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.