Nahost
Israel beschlagnahmt Gebiet im Westjordanland

Die israelische Armee beschlagnahmt einem Medienbericht zufolge erneut Gebiet im Westjordanland, um zwei neue israelische Siedlungen durch eine Straße miteinander zu verbinden.

    Drei israelische Soldaten patrouillieren auf einem Markt in der Altstadt von Nablus im nördlichen besetzten Westjordanland.
    Israelische Soldaten beschlagnahmen erneut Gebiete im Westjordanland. (picture alliance / SIPA | Mohammed Nasser apaimages)
    Es handele sich um Flächen im Norden, die bislang von der Palästinensischen Autonomiebehörde kontrolliert worden seien, berichtet die israelische Zeitung "Haaretz". Der zuständige israelische Militärkommandeur habe zahlreiche Anordnungen unterzeichnet. Die Straße solle die neuen Siedlungen Noa und Emek Dotan verbinden, in die bereits im kommenden Monat die ersten Familien einziehen könnten, hieß es. Die Armee teilte mit, sie müsse zum Schutz israelischer Ortschaften einen schnelleren Zugang ihrer Einsatzkräfte ermöglichen.
    Bei neuen israelischen Angriffen im Gazastreifen wurden nach palästinensischen Angaben mindestens vier Menschen getötet. Luftangriffe gab es demzufolge auf Flüchtlingslager in Chan Junis im Süden sowie in Al-Bureidsch im Zentrum.
    Diese Nachricht wurde am 30.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.