Kusra
Israelische Siedler greifen erneut Palästinenser im Westjordanland an - ungewohnt scharfe Kritik von Netanjahu

Israelische Siedler haben im Westjordanland erneut Palästinenser in dem Dorf Kusra angegriffen.

    Ein israelischer Soldat läuft neben einem Panzerwagen im Westjordanland. An dem Fahrezeug ist die israelische Flagge.
    Israelische Soldaten beim Einsatz im Westjordanland. (AFP / JAAFAR ASHTIYEH)
    Nachrichtenagenturen berichten unter Berufung auf Augenzeugen, vermummte Angreifer hätten ein Haus belagert und Menschen mit Steinen beworfen. Die israelische Armee teilte mit, Soldaten seien gegen die radikalen Siedler vorgegangen, um Bewohner zu schützen. Palästinensische Medien widersprachen dieser Darstellung. Israels Premierminister Netanjahu verurteilte die Vorfälle ungewohnt deutlich und erklärte, die Randalierer handelten gegen das Gesetz und schadeten dem Ansehen Israels.
    In Kusra hatten radikale Siedler in den vergangenen Wochen immer wieder Häuser von Palästinensern belagert. Die USA forderten Medienberichten zufolge zuletzt von der israelischen Regierung ein entschlosseneres Vorgehen gegen die Siedlergewalt.
    Diese Nachricht wurde am 29.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.