
Er strecke die Hand zum Frieden aus, sagte Herzog in einer Botschaft in arabischer Sprache. Der Libanon müsse als souveräner Staat existieren und frei werden vom Einfluss der proiranischen Hisbollah-Miliz und des Iran, forderte er. Seine Zukunft müsse in Beirut und nicht in Teheran bestimmt werden.
Der israelische Regierungschef Netanjahu veröffentlichte eine Botschaft mit ähnlichem Inhalt. Israel befinde sich nicht im Krieg mit den Menschen im Libanon, sondern mit der Hisbollah, die das Land im Auftrag Irans als Geisel genommen habe. Wenn sie zerschlagen sei, gebe es Frieden, erklärte Netanjahu.
Die israelische Armee flog unterdessen nach eigenen Angaben erneut Luftangriffe auf Stellungen der Miliz im Süd-Libanon. Dabei sollen nach libanesischen Angaben mindestens zwölf Menschen getötet worden sein. Bei Gesprächen über eine dauerhafte Waffenruhe zwischen Vertretern Israels und der libanesischen Regierung in Washington gab es zuletzt keinen Durchbruch.
Diese Nachricht wurde am 10.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
