Westjordanland
Israelischer Siedler wegen fahrlässiger Tötung angeklagt

Nach tödlichen Schüssen auf einen Palästinenser im Westjordanland ist ein israelischer Siedler vor Gericht angeklagt worden.

    Zwei Männer schauen von einer Anhöhe auf ein Dorf im Westjordanland.
    Israelische Siedler im Westjordanland (Archivbild). (Maya Alleruzzo / AP / dpa / Maya Alleruzzo)
    Die israelische Staatsanwaltschaft wirft dem 33-Jährigen fahrlässige Tötung vor, wie aus der Anklageschrift hervorgeht. Zudem geht es um Hausfriedensbruch und vorsätzliche Sachbeschädigung. Bei dem Vorfall in der Nähe von Hebron habe der Anklagte während einer Konfrontation mit Bewohnern eines palästinensischen Dorfes in Richtung einer Menschenmenge geschossen.
    Nach Informationen der israelischen Menschenrechtsorganisation B’Tselem ist es die erste Anklage gegen einen Israeli wegen der Tötung eines Palästinensers im Westjordanland seit dem 7. Oktober 2023. Seitdem sind laut Zahlen der UNO in dem Gebiet mindestens 1.100 Palästinenser von israelischen Siedlern und Soldaten getötet worden.
    Diese Nachricht wurde am 06.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.