Holocaust-Gedenktag
Israels Botschafter fordert konsequenteres Vorgehen gegen Antisemitismus

Zum internationalen Holocaust-Gedenktag hat Israels Botschafter Prosor ein konsequenteres Vorgehen gegen Antisemitismus in Deutschland angemahnt.

    Ron Prosor, Israelischer Botschafter in Deutschland
    Israels Botschafter in Deutschland Ron Prosor (IMAGO / / Florian Gaertner)
    Prosor sagte der "Jüdischen Allgemeinen", viele Gesetze wie etwa jenes zur Meinungsfreiheit seien bislang nicht klar genug. Vieles, was man aktuell erlebe, habe nichts mehr mit Meinungsfreiheit zu tun. Neben der Zustimmung für die AfD sorge ihn auch der Antisemitismus von links und aus muslimisch geprägten Bevölkerungsgruppen, sagte Prosor.
    Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Schuster, forderte auf der Online-Plattform "t-online" mehr Zivilcourage. Die Kräfte, die die jüdische Gemeinschaft aus dem öffentlichen Leben vertreiben wollten, seien schon jetzt beträchtlich, schrieb Schuster.
    Der Holocaust-Gedenktag erinnert an die Ermordung von sechs Millionen Jüdinnen und Juden während des Nationalsozialismus. Er fällt auf das Datum der Befreiung des deutschen Vernichtungslagers Auschwitz im Jahr 1945. Morgen findet im Bundestag die traditionelle Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus statt.
    Diese Nachricht wurde am 27.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.