Konflikt zwischen Rom und Berlin
Italien will weiterhin keine weitergereisten Migranten aus Deutschland zurücknehmen

Italiens Vize-Regierungschef Salvini hat angekündigt, sein Land werde trotz neuer EU-Regeln bis auf weiteres keine Migranten aus Deutschland zurücknehmen.

    Der italienische Vize-Ministerpräsident Salvini steht in einem Gericht in Palermo inmitten einer Menschenmenge.
    Der italienische Vize-Ministerpräsident Salvini verteidigt Roms Weigerung Migranten aus anderen EU-Ländern zurückzunehmen. (AFP / ALBERTO PIZZOLI)
    Der Vorsitzende der rechtsgerichteten Partei Lega begründete dies damit, dass deutsche Hilfsorganisationen mit Schiffen auf dem Mittelmeer Flüchtlinge aufnähmen und dann nach Italien brächten. Der Konflikt dreht sich darum, wie mit sogenannten Sekundärmigranten umgegangen wird, die nach ihrer Aufnahme weiterreisten. Salvini war bereits früher als Innenminister gegen per Boot eingereiste Migranten und Hilfsorganisationen vorgegangen. 
    Seit Mitte Juni gilt in der EU ein neuer Asyl- und Migrationspakt. Dieser konkretisiert die europäischen Asylregeln, wonach Migranten in dem EU-Land einen Asylantrag stellen müssen, das sie zuerst betreten.
    Diese Nachricht wurde am 23.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.