Konkurrenz zur UNO
Italien wird "Beobachter" im sogenannten Friedensrat von US-Präsident Trump

Italien will sich nun doch an dem sogenannten Friedensrat unter der Leitung von US-Präsident Trump beteiligen - allerdings nur als Beobachter.

    Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni spricht vor Teilnehmern des Italien-Afrika-Gipfels in Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba.
    Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat in Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba angekündigt, dass Italien im "Friedensrat" von US-Präsident Trump einen Beobachterstatus erhält. (Amanuel Sileshi / AP / dpa / Amanuel Sileshi)
    Das sagte Ministerpräsidentin Meloni während eines Besuchs in Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba. Eine Mitgliedschaft hatte sie aus verfassungsrechtlichen Gründen abgelehnt. Trump habe Italien daraufhin einen Beobachterstatus angeboten. Meloni bezeichnete dies als gute Lösung. Europäische Präsenz sei angesichts der Arbeit, die zur Stabilisierung der Lage im Nahen Osten geleistet werden müsse, wichtig.
    Bisher haben sich aus Europa nur Ungarn und Bulgarien zu einer Mitgliedschaft im sogenannten Friedensrat entschieden. Deutschland und andere europäische Staaten lehnen das Gremium ab. Sie wollen keine Konkurrenz zu den Vereinten Nationen etablieren.
    US-Präsident Trump hatte den Rat auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos gegründet. Ursprünglich sollte das Gremium nur einen Frieden im Gazastreifen sichern. Aktuell gibt es 26 Mitgliedstaaten.
    Diese Nachricht wurde am 15.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.