
Erstens sei die Zahl der Erstanträge von Asylbewerbern 2025 auf 113.000 gesunken – 2023 seien es noch 329.000 gewesen. Zweitens gebe es eine deutliche Rückwanderung von Menschen aus osteuropäischen EU-Staaten in ihre Heimat. Drittens hätten in den vergangenen drei Jahren mehr Inländer Deutschland den Rücken gekehrt. Demnach ist die Netto-Zuwanderung – der Saldo zwischen Zu- und Abwanderung – 2025 gegenüber den Vorjahren um mehr als die Hälfte auf 235.000 Menschen gesunken. 2023 lag die Nettozuwanderung noch bei 663.000 Menschen.
IW-Autor Wido Geis-Thöne erklärte, sollte es weiterhin zu einer stärkeren Abwanderung hochqualifizierter Fachkräfte kommen, "könnte dies nicht nur unmittelbar die bestehenden Engpässe am Arbeitsmarkt verstärken, sondern auch die Innovationskraft der Wirtschaft und ihre längerfristigen Entwicklungspotenziale einschränken". Daher sollte die Attraktivität Deutschlands als Wohn- und Arbeitsort für Fachkräfte weiter gestärkt oder zumindest erhalten werden, riet er. Dazu zähle insbesondere eine Begrenzung der Belastung durch Steuern und Abgaben.
Diese Nachricht wurde am 28.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
