
Nach Angaben des nach ihr benannten Museums in Tokio starb Kusama bereits am 14. August in einem Krankenhaus in der japanischen Hauptstadt. Sie wurde 97 Jahre alt. Die letzten Jahrzehnte ihres Lebens hatte sie freiwillig in einer psychiatrischen Klinik verbracht.
Die charakteristischen Polka Dots hatten nach Kusamas Angaben ihren Ursprung in den eigenen psychischen Problemen, über die die Künstlerin sehr offen sprach. Demnach hatte sie seit ihrer Kindheit Visionen und Halluzinationen von blinkenden Lichtern, Punkten und Blumen. Noch im Jahr 2017 erzählte Kusame in einem Interview: "Ich habe auch heute noch Halluzinationen. Überall fliegen Punkte herum – auf meinem Kleid, auf dem Boden, auf den Dingen, die ich trage, im ganzen Haus, an der Decke. Und ich male sie."
Kusamas Werke wurden weltweit ausgestellt. Im Museum Ludwig in Köln endete Anfang August eine Retrospektive. Die Ausstellung hatte mehr als 480.000 Besucher und war damit die bisher erfolgreichste Ausstellung des Museums.
Diese Nachricht wurde am 27.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
