Kultur
Japans Kulturbehörde will Manga international stärker vermarkten

Die japanische Regierung hat angekündigt, Produkte der Manga-Kultur stärker zu vermarkten und gleichzeitig besser zu schützen. Die Kulturbehörde hat dazu gemeinsam mit Verlagen, Übersetzern und Vertriebsunternehmen ein Konsortium gegründet.

    Der Mangaheld Son Goku aus Dragon Ball von Akira Toriyama.
    Protagonist Son Goku aus der Manga-Reihe "Dragon Ball" ist die bekannteste Schöpfung des Zeichners Akira Toriyama. (imago-images / Newscom / Servicio Universal Noticias / universalpix)
    Nach Angaben des Online-Magazins Sumikai ist der Schaden durch illegale Manga-Produkte außerhalb Japans enorm. Er soll jährlich bei rund 15 Milliarden Euro liegen. Der legale Umsatz beläuft sich dagegen auf nur etwa vier Milliarden Euro. Die Kulturbehörde und ihre Partner wollen künftig neue Manga zeitnah für internationale Märkte verfügbar machen, etwa durch schnellere und hochwertige Übersetzungen.
    Derzeit erscheinen Manga oft erst mit großer Verzögerung im Ausland. Dem Bericht zufolge liegt das unter anderem daran, dass Verlage sehr unterschiedliche gesetzliche Vorgaben zu Barrierefreiheit oder zu sexuellen Darstellungen beachten müssen. Manga spielen eine Schlüsselrolle für die japanische Unterhaltungsbranche. Viele erfolgreiche Anime-Serien, Filme und Videospiele basieren auf Manga-Vorlagen.
    Diese Nachricht wurde am 23.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.