Donnerstag, 18. August 2022

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Jazz Live
Kit Downes Quintett

Wenn es um Kit Downes geht, überschlägt sich die Fachpresse. Er sei der "eindrucksvollste Pianist aus England seit John Taylor", ist über ihn zu lesen. Mit bisher drei CDs unter eigenem Namen hat der 27-Jährige weit über die nationale Szene hinaus Aufsehen erregt.

Von Odilo Clausnitzer | 04.03.2014

    Das Kit Downes Trio hält die Trophäe des  "Mercury Music Prize" in den Händen.
    Kit Downes hat 2010 den "Mercury Music Prize" erhalten. (AFP / Leon Neal)
    Stilistisch bewegt er sich, obzwar gelegentlich frei, diesseits des atonalen Free Jazz. Die Auseinandersetzung mit der Klaviertradition von Art Tatum bis Paul Bley prägte seinen spielerischen Ansatz. Sein aktuelles Quintett gruppiert sich um den Kern seines eingespielten Trios mit Calum Gourlay, Kontrabass und James Maddren, Schlagzeug. Ergänzt wird es nun durch James Allsopp, Bassklarinette, Klarinette und Tenorsaxofon, sowie die Cellistin Lucie Railton, die auch improvisierend in Erscheinung tritt. Vor dem Hintergrund anspruchsvoller, rhythmisch oft hochkomplexer Kompositionen entfalten sich in Kit Downes Quintett überschäumende Interaktionen zwischen den Bandmitgliedern.
    Aufnahme vom 3.12.13 aus dem Loft in Köln.