JazzFacts 

Saxofonist Otis SandsjöIdeen im Überfluss

Ein junger Mann mit Kappe, Sonnenbrille und orangener Regenjacke steht vor einer dunkelblauen Wand. Er trägt ein T-Shirt mit der Aufschrift "Jazz". (Hagen Moller)

In Otis Sandsjös "Liquid Jazz" mischen sich Improvisation, Hip-Hop Beats, Ambientsounds und sperrig-skurrile Klangeinfälle zu einem aufregenden Ganzen. Mit diesem Ansatz ist der Schwede zu einem der interessantesten europäischen Jazzmusiker der jüngeren Generation geworden.

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JazzfactsNeues von der Improvisierten Musik

Jazzfacts-Standardbild: Abstrakte Darstellung einer Trompete und der Hand eines Spielers in blauer Grundfarbe (imago stock&people)

Klavier-Genie Django Bates hat über Charlie Parker zu alter Form zurückgefunden. Sopransaxofonist Émile Parisien und Akkordeonist Vincent Peirani spielen Tango. Und Pianist Sebastian Sternal hört Frank Sinatra: nur einige der Themen dieser Magazin-Ausgabe.

Bassist Lukas KranzelbinderAlles erlaubt

Ein junger Mann mit Vollbart steht vor einem braunen Hintergrund. Er trägt ein goldenes Hemd mit drei breiten schwarzen Streifen und hält die Arme hinter dem Rücken. (Peter van Breukelen)

Er ist das Enfant terrible der österreichischen Jazzszene: Lukas Kranzelbinder spielt auf seinem Bass Surfmusik, Gnawa-Grooves oder Free Jazz, geht mit dem Tieftöner auf Opernbühne und Alpengipfel, lässt sich von William S. Burroughs genauso inspirieren wie von Grillengezirpe. Sein Motto: „Alles erlaubt!“.

Saxofonistin Charlotte GreveRuhe und Entdeckerdrang

Nahes s/w-Porträt einer jungen Frau. Sie hält den Kopf schräg und schaut aus den Augenwinkeln am Betrachter vorbei. Auf ihrer Schulter ruht ein Altsaxofon.  (Jochen Quast)

Mit dem Lisbeth Quartett leitet die Saxofonistin Charlotte Greve eine der beständigsten und erfolgreichsten Bands der deutschen Jazzszene. Seit sieben Jahren lebt sie in New York. Dort macht sie nun auch atmosphärischen Indiepop - ohne dabei auf Improvisation zu verzichten.

Gitarrist Miles OkazakiDie Kunst der Mehrdeutigkeit

Ein dunkelhaariger ernst-schauender Gitarrist ist vor schwarzem Hintergrund zu sehen (Dimitri Louis, Paris)

2017 stellte sich Miles Okazaki die Herkules-Aufgabe, sämtliche 70 Kompositionen des Klavier-Individualisten Thelonious Monk alleine auf der Gitarre einzuspielen. Die Sechs-CD-Box „Work“ zeigt ihn als reflektierten Interpreten und brillanten Improvisator. Doch sich damit auf eine eindeutige Sicht auf Monk festzulegen wäre dem New Yorker fremd.

Jazz-LegendenStorytelling & Telling Stories

Auf dem s/w Bild spielt ein Mann an einem aufgeklappten, verzierten Flügel. Dabei hat er den Blick in die Kamera gewendet. z (imago/United Archives International Ferd )

„Eine Geschichte erzählen“ - das ist nicht nur eine Grundforderung an ein Jazz-Solo. Um die ganze Musikform spinnen sich zahllose Storys, Mythen und Überhöhungen. Anlass genug, nach 100 Jahren Jazz-Historie über Dichtung und Wahrheit nachzudenken: eine Sendung über Legenden-Bildung im Jazz.

JazzfactsNeues von der Improvisierten Musik

Jazzfacts-Standardbild: Abstrakte Darstellung einer Trompete und der Hand eines Spielers in blauer Grundfarbe (imago stock&people)

"Was hörst Du?" heißt eine neue Rubrik im Jazzfacts-Magazin. Die Bassistin und Komponistin Hendrika Entzian trifft Kollegen, um sie nach ihren Hörempfehlungen zu fragen. Für die erste Folge griff die Harfenistin Kathrin Pechlof in ihren Plattenschrank.

Saxofonistin Alexandra GrimalBandleader sein heißt: Kontrolle abgeben!

Eine Frau in Winter Kleidung ist auf einer Schwarzweißfotografie vor einem Fenster mit verschwommenen Hintergrund zu sehen. (neko)

Ihr Spektrum ist groß, ihre Haltung stets kompromisslos: Auf Alexandra Grimals Platten finden sich Anklänge an Post-Bop, freie Ausbrüche und abstrakt anmutende Ausflüge in die Neue Musik. Die Saxofonistin gehört zu den bemerkenswerten Jazzstimmen der Metropole Paris.

Die Trompetenwelten des Menzel MutzkeElegant, weich, melodisch

Ein bebrillter junger Mann mit Kinnbart in weißem T-Shirt schaut zur Seite und hält eine Trompete in den Händen. Der Bildhintergrund ist rot. (Nadine Heller-Menzel)

Ja, er ist der Bruder von Max Mutzke, dem erfolgreichen deutschen Soul-Sänger. Aber vor allem ist er Jazztrompeter mit eigener Handschrift. Menzel Mutzke, Jahrgang 1984, hat nach Jahren als begehrter Sideman nun sein Debüt als Bandleader vorgelegt, aufgenommen im Deutschlandfunk.

Der französische Akkordeonist Jean-Louis MatinierIn geheimen Zimmern

Ein Mann mit grauem Lockenkopf steht mit einem umgehängten Akkordeon vor schwarzem Hintergrund (R. Freiberger)

Ein Akkordeon erzählt von seinen Einsamkeiten: Unter Jean-Louis Matiniers Händen bekommt das weltweit so populäre wie idiomatische Instrument frisches Leben eingehaucht. Beim Komponieren profitiert er von seiner genauen Kenntnis der klassischen Akkordeon-Literatur.

Jazz und SportBop Till You Drop!

Auf dem Bild ist der Rumpf eines Mannes zu sehen, der ein schwarzes T-Shirt mit der weißen Aufschrift "Jazz" trägt und zwei Basketbälle in den Händen hält. (www.imago-images.de/Javier Rojas)

Jazz und Sport? Doch, beide Welten haben so einiges gemeinsam. Das betrifft nicht zuletzt das Verhältnis gelungener Soloaktionen zum Team-Spiel. Vom Spiel mit Muskeln, Bällen und Tönen - die Sendung folgt den Verflechtungen von Jazz und Sport durch die jüngere Musikgeschichte.

JazzfactsNeues von der Improvisierten Musik

Jazzfacts-Standardbild: Abstrakte Darstellung einer Trompete und der Hand eines Spielers in blauer Grundfarbe (imago stock&people)

Nachtigallen sind die Gesangsmeister unter den Vögeln. Der amerikanische Jazzklarinettist und Philosophieprofessor David Rothenberg hat sie in seiner Wahlheimat Berlin bei ihren Konzerten belauscht, mit ihnen gespielt und ein Buch darüber geschrieben - auf der Suche nach dem perfekten Sound.

Vibrafonist Chris DingmanDie Welt umarmen

Ein Mann mit kurzem dunklem Haar und Vollbart posiert mit aufgestütztem Kinn vor einem Vibrafon. Sein Ellbogen ruht auf den Metallplatten. Er lächelt und hält in jeder Hand zwei Schlägel. (Zachary Maxwell Sterz)

Die Vibrafon-Tradition im Jazz ist eindrucksvoll, aber überschaubar. Für heutige Spieler bedeutet das: Es gibt einige wenige übermächtige Vorbilder, deren Einfluss man nur schwer entkommt. Der New Yorker Chris Dingman hat jedoch seinen ganz eigenen Sound auf dem Instrument gefunden.

Der Pianist Édouard FerletFrei von Konventionen

Im Vordergrund sitzt ein grauhaariger Mann mit gesenktem Blick am Konzertflügel, ein Bassist schaut vertieft in sein Notenpult im Hintergrund (Christophe Charpenel)

Édouard Ferlet spielt gegen alle Klischees und ersinnt immer neue musikalische Begegnungen. So improvisiert er über Themen großer russischer Komponisten, kombiniert arabische mit karibischen Klängen, und seine Duette mit der Cembalistin Violaine Cochard werden zum funkensprühenden Hörerlebnis.

Bernhard und Peter MeyerBrothers in Jazz

Vier Männer stehen nebeneinander und schauen den Betrachter an. Von links: ein Mann im schwarzen Hemd und Zopf, im Hintergrund ein schwarzhaariger Mann mit Klarinette in der Hand, daneben ein Mann mit Brille und gestreiften Pullover, rechts außen ein blonder Mann im schwarzen Pullover.  (imago stock&people / Kai-Uwe Heinrich)

Die Berliner Brüder Bernhard und Peter Meyer arbeiten in gleich mehreren Bands zusammen. Dabei verbinden sie Einflüsse aus unterschiedlichsten Genres - von Jazz über Minimal Music, Indie-Rock und Klassik bis zu Elektronik. Das Ergebnis ist immer atmosphärische Musik.

JazzfactsNeues von der Improvisierten Musik

Jazzfacts-Standardbild: Abstrakte Darstellung einer Trompete und der Hand eines Spielers in blauer Grundfarbe (imago stock&people)

In Corona-Zeiten finden viele Großveranstaltungen ausschließlich im Online-Format statt. Auch das Moers Festival ging diesmal mit mehr als 200 Musikern, aber ohne Publikum über die Bühne. Alle Konzerte wurden kostenlos als Live-Stream ins Internet gestellt. Ist dieses Konzept aufgegangen?

Pianist Christian WallumrødVerschlungene Pfade

Auf dem s/w Bild ist hinter einem Flügel ist ein lachender kahlköpfiger Mann zu sehen. Er trägt Dreitagebart. Im Vordergrund rechts steht eine unkenntliche nur halb zu sehende Person (Christopher Tribble)

Kopfkino: Der Begriff ist wie gemacht für Christian Wallumrøds Musik. Viele assoziieren zu ihr Landschaften und Bilder. Doch der Pianist aus Norwegen versteht darunter einfach organisierten Klang - der Stille mit einschließt.

Bassist Larry GrenadierErntezeit

Ein Mann im hellblauem Hemd steht vor dem Treppenaufgang eines Steinhauses und schaut nachdenklich nach rechts. (Juan Hitters)

Als Sideman steht Bassist Larry Grenadier seit Jahrzehnten im Jazz hoch im Kurs. Nun hat er erstmals ein Album unter eigenem Namen aufgenommen. Damit erntet er gelassen die Früchte seiner unzähligen Spielerfahrungen.

Aktuelle Big BandsFrischluft

Im Vordergrund ist eine Altsaxofon spielende Frau zu sehen. Sie trägt ein schwarzes Oberteil und steht vor einem Notenständer. Im Hintergrund spielt ein Orchester auf verschiedene Blasinstrumenten (Jens Hoppe)

Von wegen Dinosaurier: Die junge Big-Band-Szene in Deutschland ist quicklebendig. Musikalisch regiert darin die Abenteuerlust. Einflüsse aus Techno, Rock oder Minimal Music treffen auf Free Jazz - aber auch der gute alte Swing bekommt seine Chance.

JazzfactsNeues von der Improvisierten Musik

Jazzfacts-Standardbild: Abstrakte Darstellung einer Trompete und der Hand eines Spielers in blauer Grundfarbe (imago stock&people)

"Remotely Recorded Music" nennt Pianist Kit Downes seine jüngsten Veröffentlichungen. Keine der beteiligten Musiker sind bei der Produktion einander begegnet. Doch das Ergebnis klingt ungeheuer lebendig und faszinierend.

Saxofonist Oded TzurWahlverwandtschaften

Ein Mann im dunklen Jackett, weißem Hemd und Krawatte steht vor einem dunklen Hintergrund. Er trägt eine Brille und hält den Kopf gesenkt. (Justin Bettman)

Der indische Raga ist sein Lieblingsthema. Jazz-Saxofonist Oded Tzur glaubt, dass es unterschwellige Verbindungen zwischen Musikkulturen gibt, die eigentlich so gut wie nichts voneinander wussten. Diesen Gemeinsamkeiten nachzuspüren ist seine Mission.

Stefan Karl SchmidZwischen Tag und Traum

Ein junger Mann mit Brille, Oberlippenbart und Kurzhaarfrisur ist in blaues Licht getaucht im Porträt zu sehen. Er blickt den Betrachter direkt an. (Patrick Essex)

Saxofonist Stefan Karl Schmid komponiert gern am frühen Morgen – im Schlafanzug. Seine neue, im DLF aufgenommene CD hat er nach dieser Arbeitskleidung benannt: „Pyjama“. Aber die Musik darauf klingt höchst ausgeschlafen.

Jazz und KlassikDas universale Saxofon

Ein Mann mit schulterlangem grauem Haar, Brille und schwarzem Oberteil ist vor schwarzem Hintergrund zu sehen. Er deutet ein Lächeln an. Auf seiner rechten Schulter lehnt mit dem Mundrohr ein Altsaxofon. Bildausschitt: der Mann ist bis knapp unterhalb der Schulter zu sehen.  (Armin Zedler)

Im Jazz ist das reine Saxofon-Ensemble seit den Tagen des World Saxophone Quartet (1977) oder der Kölner Saxophon Mafia (1981) ein etabliertes Format. Ein vergleichsweise neuer Trend zeigt sich im Brückenschlag von Jazzmusikern zu Saxofon-Ensembles aus der "Klassik".

Jazzfacts Neues von der Improvisierten Musik

Jazzfacts-Standardbild: Abstrakte Darstellung einer Trompete und der Hand eines Spielers in blauer Grundfarbe (imago stock&people)

Wie geht es Jazzmusikerinnen und -musikern in der Corona-Krise? Wie hart trifft es die Veranstalter? In Zeiten existenzieller Not schwankt die Szene zwischen Resignation, eiserner Selbstbeschränkung und bangem Hoffen auf die Zukunft.

Saxofonistin Nicole JohänntgenSelbst ist die Frau

Eine Frau sitzt im Schneidersitz mit Altsaxofon im Arm auf einem Sofa. Sie trägt Jeans und kurzärmelige Bluse. (Daniel Bernet)

Nicole Johänntgen ist ein Energiebündel: Die Saxofonistin aus dem Saarland betreibt eine Reihe von Bandprojekten, gründete ihr eigenes Plattenlabel und initiierte ein Netzwerk, das sich um die Weiterbildung und Förderung europäischer Musikerinnen kümmert.

Pianist Lucian BanTranssylvanische Impressionen

Ein Mann mit Bart steht im Dämmerlicht vor einem bunt erleucheten, unscharf zu sehenden Stadtpanorama (Cornel Lazia)

Viele Einflüsse kommen in der unorthodoxen Musik Lucian Bans zusammen. Prägende Höreindrücke bekam er als kleiner Junge in einem entlegenen Dorf im Herzen Transsylvaniens, in der Gegend, in der einst Béla Bartók seine Quellenforschung betrieb. Heute ist er ein international gefeierter Jazzmusiker.

Jazzausbildung in Deutschland ImprovisatorIn, Staatl. geprüft

Ein Gitarrist steht vor einem Notenständer und spielt. Der Kopf ist außerhalb des Bildausschnittes. (Susanne Wittelsbürger)

Professionell Jazz spielen lernt man heute meist auf dem Konservatorium, unter Anleitung erfahrener Lehrkräfte. Aber wie lässt sich eine Kunst, die von hochindividueller Kreativität lebt, im Korsett des Bachelor-/Master-Systems vermitteln?

Die Brüder Théo und Valentin CeccaldiGegen den Strich

Drei skurril angezogene Männer - zwei im Vordergrund, einer im Hintergrund - schauen frontal in die Kamera. Alle tragen auffällige Sonnenbrillen. (Sylvain Gripoix)

Der eine spielt Geige, der andere Cello. Théo und Valentin Ceccaldi haben sich in kürzester Zeit in der Crème de la Crème der europäischen Improvisationsgarde etabliert. Und das nicht nur mit kammermusikalischem Wohlklang.

JazzfactsNeues von der Improvisierten Musik

Jazzfacts-Standardbild: Abstrakte Darstellung einer Trompete und der Hand eines Spielers in blauer Grundfarbe (imago stock&people)

Carla Bley, die Meisterkomponistin des Jazz, hat mit 81 Jahren eine neue Platte veröffentlicht. Ihre Botschaft: "Life Goes On". Derweil feiert Soul-Poet Gil Scott-Heron akustisch Wiederauferstehung - durch die Fantasie des Schlagzeugers Makaya McCraven.

Schlagzeugerin Mareike Wiening„In New York ist es schwierig, nichts zu tun“

Eine Frau sitzt an eine Wand gelehnt auf dem Boden, neben ihr ist ein einzelnes Schlagzeugbecken aufgestellt (Lukas Diller)

Sieben Jahre hat Mareike Wiening in New York gelebt - anfangs als Stipendiatin, später mit einem Künstlervisum. In der Jazz-Metropole gründete sie auch ihr exzellentes Quintett. Nun hat sie ein Album auf dem Label des Trompeters Dave Douglas veröffentlicht.

Frederik KösterDas Prinzip Veränderung

Der Trompeter Frederik Köster und seine Band "Die Verwandlung". (Traumton)

Ihre letzte CD machten sie mit großem Sinfonieorchester. Beim neuen Werk "Golden Age" kommt verstärkt Elektronik ins Spiel: Das Quartett Die Verwandlung um Trompeter Frederik Köster bleibt sich treu und verändert sich.

Bassist und Produzent Petter EldhEldhs Welt

Der Bassist ist auf einem s/w Bild vertieft in sein Spiel zu sehen (Gunnar Eldh)

Petter Eldh ist ein Tausendsassa: An gut 150 Tagen im Jahr steht er als Bassist auf der Bühne. Wenn er nicht spielt, produziert und remixt er die Musik von Kollegen. Und überall, wo er involviert ist, passiert Aufregendes.

JazzfactsNeues von der Improvisierten Musik

Jazzfacts-Standardbild: Abstrakte Darstellung einer Trompete und der Hand eines Spielers in blauer Grundfarbe (imago stock&people)

Deutschland braucht ein repräsentatives und zentrales "House of Jazz", diese Vision des Trompeters Till Brönner hat Ende Januar politisch grünes Licht bekommen. Was bedeutet das für die Berliner Szene?

Die Cellistin Elisabeth Coudoux Saitenwechsel

Die Cellistin Elisabeth Coudoux ist in einem s/w Bild beim Spielen zu sehen (Wolfgang Vogt)

Sie hat zunächst klassische Musik, dann Jazz studiert. Heute bewegt sich die Cellistin Elisabeth Coudoux experimentierfreudig zwischen freier Improvisation, Neuer Musik und groovigem Jazz.

Junger deutscher Vokal-JazzZur eigenen Stimme finden

Matthias Boguth im s/w Porträt (Stefanie Marcus)

Sie experimentieren mit Pop und freien Formen, sie singen Englisch, Deutsch oder gar Ukrainisch, und häufig schreiben sie ihre Musik selbst: Junge Jazzsängerinnen und -sänger aus Deutschland klingen heute so vielfältig wie noch nie.

JazzfactsNeues von der Improvisierten Musik

Jazzfacts-Standardbild: Abstrakte Darstellung einer Trompete und der Hand eines Spielers in blauer Grundfarbe (imago stock&people)

Wolfgang Dauner war einer der bedeutendsten Jazzmusiker Deutschlands. Am 10. Januar ist der Pianist im Alter von 84 Jahren gestorben. Vielfältiger als er war kaum einer.

Gitarrist und Komponist Paul PeukerBeyond Category

Ein Porträt von Paul Peuker in einer stark verschwommenen Aufnahme (Dovile Sermokas/WhyPlayJazz)

Ein klangliches Hybrid aus Jazzcombo, Streichquartett und Rockband: Das ist Peuker8, das Großensemble des Gitarristen Paul Peuker. Mit ihm beweist sich der Wahl-Berliner auch als anspruchsvoller Komponist - quer zu allen Genres.

Klarinettistin und Komponistin Rebecca TrescherKammerjazz, groß gedacht

Rebecca Trescher sitzt am Schreibtisch vor einer Komposition (Cris Civitillo)

Mit ihren großen Ensembles kreiert die Klarinettistin und Komponistin Rebecca Trescher fast schon sinfonische Texturen. Gleichzeitig bewahrt sie die Intimität und Flexibilität einer kleinen Jazzcombo: Musik mit breiter Klangpalette, aber ohne allen Bombast.

JazzfactsAuslese 2019

Jazzfacts-Standardbild: Abstrakte Darstellung einer Trompete und der Hand eines Spielers in blauer Grundfarbe (imago stock&people)

Was waren die Jazz-Platten des Jahres? Welche Veröffentlichungen stachen heraus, begeisterten, blieben in Erinnerung? Die Jahres-Auslese präsentiert eine persönliche Bestenliste aus den Neuerscheinungen des Jahres 2019.

Saxofonist Enzo FavataEine Insel und der Rest der Welt

Der sardische Musiker Enzo Favata  (Matteo Pantalone)

Regionale Klänge, die archaisch anmuten, und eine Musik, die sich modern und weltoffen gibt: Auf Sardinien wird die Begegnung von jahrhundertealten Traditionen mit dem Jazz intensiv betrieben - vor allem von Enzo Favata.

Die Band Fosterchild Das Fremde umarmen

Ein Porträt des Bassisten David Helm und Schlagzeugers Fabian Arends (Patrick Essex)

Die Besetzung ist klassisch, die Musik aktuell: Das deutsch-dänische Quintett Fosterchild sucht klanglich nach neuen Wegen auf altem Gelände - behutsam, fließend, aber kompromisslos. Die aktuelle CD bietet ein Musterbeispiel an differenzierter, atmosphärischer Ensemblemusik.

JazzfactsNeues von der Improvisierten Musik

Jazzfacts-Standardbild: Abstrakte Darstellung einer Trompete und der Hand eines Spielers in blauer Grundfarbe (imago stock&people)

Wie klingt es, wenn Free Jazz-Legende Peter Brötzmann Standards spielt? Warum harmonierte Saxofonist Jan Garbarek so gut mit dem Hilliard Ensemble? Und wie macht Musik eigentlich die Räume hörbar, in denen sie entsteht? Drei der Fragen, um die es in dieser Ausgabe geht.

Sängerin Norma WinstoneKino für die Ohren

Ein Porträt der Sängerin Norma Winstone (Michael Putland/ECM Records)

Norma Winstone gehört zu den großen Stimmen des europäischen Jazz. In ihrer fünf Jahrzehnte währenden Karriere hat die Londoner Sängerin ein Werk geschaffen, das die ganze Bandbreite des zeitgenössischen Jazzgesangs widerspiegelt.

Ellen Andrea WangDie singende Kontrabassistin

Ellen Andrea Wang spielt Kontrabass beim Jazzfest Bonn (Jazzfest Bonn, WPR Schnabel)

Ellen Andrea Wang kann sich über eine rasante Karriere freuen. In ihrer norwegischen Heimat ist sie sowohl in den Popcharts präsent als auch auf Jazzbühnen. Die Kontrabassistin und Sängerin ist als gefragte Begleitmusikerin ebenso erfolgreich wie mit eigenen Projekten.

Die Band Expressway SketchesSurf, Jazz & Motown

Die vier Musiker von Expressway Sketches stehen aufgestellt mit ihren Instrumenten (Jonas Löllmann)

Er liebt die Surfmusik der 50er- und 60er-Jahre genauso wie Jazz: Gitarrist Tobias Hoffmann aus Köln. Mit seinen Bandkollegen von Expressway Sketches hat er ein neues Album im Kammermusiksaal des Deutschlandfunks eingespielt.

JazzfactsNeues von der Improvisierten Musik

Jazzfacts-Standardbild: Abstrakte Darstellung einer Trompete und der Hand eines Spielers in blauer Grundfarbe (imago stock&people)

Ist Jazz wirklich politische Musik? Wie lässt sích damit ein neues Publikum erreichen? Und welche Gründe mag es geben, Jazz zu lieben? Drei der Fragen, um die es in dieser Ausgabe geht.

Céline BonacinaLa Danse du Saxophone

Die französische Musikerin und Komponistin Céline Bonacina steht mit ihrem Saxofon in einem Wald (Nathalie-Lady Millions  )

Céline Bonacinas Kompositionen tragen etwas Tänzerisches in sich. Das Spiel der Virtuosin auf dem Bariton-, Alt- und Sopransaxofon besticht durch Farbenreichtum und Groove. Das liegt wohl auch daran, dass die Französin sieben Jahre ihres Lebens auf der Insel La Réunion verbracht hat.

E-Bassist Björn MeyerWer's findet, dem gehört's

Björn Meyer ist seitlich im Porträt vor einer Wiese zu sehen (Martin Möll/ECM Records)

Björn Meyer erschafft im Alleingang faszinierende Klangwelten. Seine Stücke sind wie Soundtracks, sie haben Songcharakter oder sie erinnern an Monteverdi-Madrigale. Und das alles nur erzeugt von einem E-Bass plus Elektronik.

Dhafer YoussefDas Schöne und die Beats

Der Tunesischer Oud-Spieler, Sänger und Komponist Dhafer Youssef (imago stock&people)

Dhafer Youssef ist ein musikalischer Globetrotter. In seinen Kompositionen verbindet der in Tunesien geborene Oud-Virtuose Jazz, Elektronik und Einflüsse der Weltmusik zu einer unverwechselbaren Melange.

Die Sängerin Kristin BerardiWärme, Klarheit, Perfektion

Kristin Berardi (Metaxia Coustas)

Es gibt zig Jazzsängerinnen. Doch nur wenigen gelingt es, die Natürlichkeit des Ausdrucks und ein Gefühl für das musikalische Umfeld so gekonnt auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen, wie der Australierin Kristin Berardi.

Die Vokalkunst der Laura TotenhagenGeschmeidig, ausladend, intim

Jazz-Sängerin Laura Totenhagen (Tobias Urban)

Vielschichtigkeit und Souveränität - solche Eigenschaften zeichnen die Stimme von Laura Totenhagen aus. Das beweist die 27-Jährige nicht nur als Mitglied des Vokalquartetts "Of Cabbages and Kings"; auch in ihrer eigenen Band lassen intelligente Arrangements und Gedichtvertonungen aufhorchen.

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Archiv / JazzFacts 

Sängerin Elina DuniLeise Abschiede

Die albanisch-schweizerische Jazzsängerin Elina Duni bei einem Auftritt (imago stock&people)

Sie wurde in Albaniens Hauptstadt Tirana geboren und lebte bis vor Kurzem in Zürich. Derzeit ist London ihre Wahlheimat. Elina Duni singt mit dunkler, warmer Stimme melancholische Lieder über Trennung und Abschiednehmen.

Die französische Pianistin Eve RisserÜber schmale Grate

Eve Risser sitzt hinter einem Flügel und schaut lachend zur Seite, der Kontrabassist Benjamin Duboc spielt im Hintergrund. Jazzdor Festival 2019 in Berlin (Karl Lippegaus)

Als Kind lauschte Eve Risser in ihrem Elternhaus in Colmar den Jazzplatten des Vaters. Dann entdeckte sie während des Studiums von Querflöte und Klavier in Paris und Baltimore ihre Liebe für zeitgenössische Musik.

Der Pianist Peter FuldaImpromptus und Improvisationen

Peter Fulda sitzt hinter einem Flügel (Michael Eckstein)

Bereits während seiner Schulzeit begann Peter Fulda zu komponieren. Er interessierte sich immer schon für Jazz, Rock, Pop sowie klassische und Neue Musik. Diese unterschiedlichen Einflüsse durchziehen bis heute seine Arbeit als Jazzkomponist wie als Pianist.

Der norwegische Pianist Eyolf Dale Poesie und Partitur

(Edition Records, Dave Stapleton)

In Norwegen wurde der Pianist und Komponist Eyolf Dale schon zuhauf mit Lob und Auszeichnungen bedacht. Mit seinem Oktett Wolf Valley findet er auch in Deutschland Beachtung. Es steht für eine originelle Musik zwischen poetischer Klangschönheit und quirligem Funkenflug.

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