
Zu diesem Schluss kommen Forschende im Fachmagazin Frontiers in Public Health, nachdem sie unter anderem Daten von der Weltgesundheitsorganisation ausgewertet haben. Die meisten Fälle gibt es demnach in Süd- und Südostasien und in Ostafrika. Am stärksten ist Burkina Faso betroffen, dort hattten mehr als 80 Prozent aller Menschen in der Landwirtschaft schon mal eine Pestizid-Vergiftung. Mindestens 11.000 sterben daran jedes Jahr weltweit.
Welche Langzeitfolgen es haben kann, Unkrautvernichtungsmitteln ausgesetzt zu sein, beurteilt die Studie nicht. Es gibt aber Hinweise darauf, dass Pestizide zum Beispiel das Risiko für eine Parkinson-Erkrankung erhöhen.
Die Forschenden fordern, dass jetzt sofort gehandelt werden muss. So sollte etwa eine UNO-Empfehlung zum schrittweisen Ausstieg von besonders gefährlichen Pestiziden umgesetzt werden. Landwirte müssten Zugang zu sicheren Alternativen haben.
Diese Nachricht wurde am 03.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
