
Demnach erwarben 55 Prozent der Frauen, aber nur 45 Prozent der Männer an allgemeinbildenden Schulen im Abgangsjahr 2024 die Allgemeine Hochschulreife. Männer neigen zudem dazu, etwas früher von der Schule abzugehen, und sie fangen dann im Anschluss auch etwas seltener eine Aus- oder Weiterbildung an. 15 Prozent der 18- bis 24-jährigen Männer hatte keine abgeschlossene Berufsausbildung und maximal einen mittleren Schulabschluss, bei den Frauen waren es etwas weniger.
Zehn Jahre zuvor war das Verhältnis noch ausgeglichen. Als Grund dafür nennt das Statistische Bundesamt den gestiegenen Anteil der ausländischen Bevölkerung. Der Anteil an ausländischen jungen Männern ohne abgeschlossene Berufsausbildung ist stärker angestiegen als der unter ausländischen jungen Frauen.
An den Hochschulen setzt sich der höhere Bildungserfolg von Frauen fort. Sie schaffen es etwas häufiger als Männer, ihren Bachelor- oder Masterabschluss, oder ihr Staatsexamen in der Regelstudienzeit zu machen.
Diese Nachricht wurde am 20.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
