Archiv

(K)ein geschenktes Leben Organspende in der Krise

Seit einem Vierteljahrhundert lebt Angelika Breuer bereits mit ihrem neuen Herz. Dass ihr ein Verstorbener ein zweites Leben geschenkt hat, daran denkt sie jeden Tag. Denn sie weiß: Nicht alle schwerkranken Menschen in Deutschland haben so viel Glück.

Von Claudia Hennen | 21.04.2018

Ein Portrait der herztransplantierten Angelika Breuer bei einer Feierlichkeit.
Angelika Breuer lebt seit 25 Jahren mit einem fremden Herzen. Ohne die Organspende hätte sie ihre Tochter nicht heranwachsen sehen. (Franz-Werner Breuer)
Tausende warten verzweifelt auf eine Organspende, oft ist dieses Warten ein Wettlauf mit dem Tod. Hierzulande ist die Zahl der Spenden auf dem tiefsten Stand seit Jahrzehnten, auch im europäischen Vergleich belegt Deutschland einen der letzten Plätze.
Dabei befürworten die meisten Deutschen die Organspende, doch weit weniger besitzen einen Ausweis oder schreiben dies in ihre Patientenverfügung.
Der Herzchirurg Michael Weyand sitzt im Arztkittel vor einem Bücherregal.
Michael Weyand, Direktor der Herzchirurgischen Klinik Erlangen-Nürnberg: "Manche halten das Warten auf ein Spenderherz psychisch nicht aus, weil sie die Todesangst überwältigt." (Deutschlandradio/Claudia Hennen)
Claudia Hennen hat für das "Wochenendjournal" mit Menschen gesprochen, die verzweifelt auf eine Spende hoffen und anderen, die bereits transplantiert wurden. Sie hat Ärzte, Transplantationsbeauftragte und Medizinethiker zur Krise der Organspende befragt.