
Wirtschaftsvertreter kritisieren, dass neben Spitzenverdienern auch Unternehmer zusätzlich belastet würden. Die Reform soll ab Anfang 2027 greifen und im zweiten Schritt 2028 ihre volle Wirkung entfalten.
Klingbeil sagte, mit der Reform werde ein klarer Schwerpunkt gesetzt: Man entlaste Familien mit Kindern. Diese könnten ab 2028 bis zu 600 Euro im Jahr mehr in der Tasche haben als heute.
Unstimmigkeiten in der Koalition
Zuletzt hatte es noch einmal Kritik von Bundeswirtschaftsministerin Reiche an dem Entwurf gegeben. Sie hatte vor allem bemängelt, dass darin kein Ausgleich für die sogenannte kalte Progression vorgesehen sei.
Klingbeil kritisierte Reiche und verwies im Deutschlandfunk auf einen jüngst bekannt gewordenen Brief des Wirtschaftsministeriums an sein Ressort. Dies sei keine gute Kommunikation und nicht gut für die Regierung - erst recht nicht kurz vor der Wahl in Sachsen-Anhalt. Der SPD-Chef fügte hinzu, die Kritik von Wirtschaftsministerin Reiche sei auch eine Kritik an Bundeskanzler Merz. Er verwies darauf, dass der Koalitionsauschuss die Pläne seines Ministeriums gebilligt habe.
Klingbeil steckt in den USA fest
Klingbeil konnte selbst nicht an der Kabinettssitzung teilnehmen. Der Vizekanzler sitzt wegen eines Schadens an seinem Regierungsflieger in den USA fest. Ein technisches Problem verhindere den Start der Maschine, hieß es aus der Delegation. Der SPD-Chef hatte am Treffen der G20-Finanzminister in Asheville im Bundesstaat North Carolina teilgenommen.
Diese Nachricht wurde am 02.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
