Berlin
Kabinett beschließt Reform der Einkommensteuer - Kritik aus Wirtschaft

Die Bundesregierung ​hat den Entwurf für die Einkommensteuerreform verabschiedet.

    Ein Einkommensteuerbescheid vom Finanzamt, hinter der Einkommensteuer ist ein roter Haken gesetzt.
    Die Reform der Einkommensteuer soll vor allem kleinere und mittlere Einkünfte entlasten (Archivbild). (picture alliance / Bernd Feil)
    Nach den Plänen von Bundesfinanzminister Klingbeil sollen vor allem kleine und mittlere Einkünfte entlastet werden. Laut seinem Ministerium beträgt das Entlastungsvolumen ‌⁠jährlich zehn Milliarden Euro. Wirtschaftsvertreter kritisieren, dass neben Spitzenverdienern auch Unternehmer zusätzlich belastet würden. Die Reform soll ab Anfang 2027 greifen und im zweiten Schritt 2028 ihre volle Wirkung entfalten.
    Bundesfinanzminister Klingbeil erklärte, mit der Reform werde ein klarer Schwerpunkt gesetzt: Man entlaste Familien mit Kindern. Diese könnten ab 2028 bis zu 600 Euro im Jahr mehr in der Tasche haben als heute.
    Zuletzt hatte es noch einmal Kritik von Bundeswirtschaftsministerin Reiche an dem Entwurf gegeben. Sie hatte vor allem bemängelt, dass darin kein Ausgleich für die sogenannte kalte Progression vorgesehen sei.
    Diese Nachricht wurde am 02.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.