
Bis vor kurzem war er in einem Steinsarkophag im Magdeburger Dom bestattet - bis im vergangenen Jahr irreparable Schäden im darin befindlichen Holzsarg festgestellt wurden.
Laut der Kunststiftung Sachsen-Anhalt verbindet der neue Sarg aus Titan, Feinsilber, Feingold und Blattgold historische Symbolik mit zeitgenössischer Kunst. Er wurde von der Hallenser Schmuckkünstlerin Silke Trekel bewusst nicht als historisierende Nachbildung gestaltet. Die Direktorin der Kunststiftung Sachsen-Anhalt, Manon Bursian, sagte, der neue Entwurf zeige, wie kulturelles Erbe mit den Mitteln der Gegenwartskunst neu befragt werden könne.
In dem ökumenischen Festgottesdienst sagte der evangelische Landesbischof Kramer, Otto sei Christ gewesen. Sein Glaube habe ihm immer vor Augen geführt, dass er sich vor einer höhere Macht zu verantworten habe. Dies wünsche er auch heutigen Politikern. Ein Rassist könne nicht Deutscher sein, betonte Kramer.
Auch der katholische Bischof Gerhard Feige würdigte in seiner Predigt das Handeln Otto des Großen nach christlichen Werten wie Demut und Barmherzigkeit. An der Beisetzungszeremonie nahmen unter anderen Kulturstaatsminister Weimer, Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Schulze sowie weitere Spitzenvertreter aus Politik, Kultur und Kirche teil.
Diese Nachricht wurde am 01.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
