
Er wolle damit ein Zeichen setzen, dass man den Sport als wichtiges Aufgabenfeld sehe, erläuterte Merz und verwies auf die Pläne für eine deutsche Bewerbung für die Olympischen Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044.
Die bisherige Staatsministerin, Schenderlein, war im Zuge des Kabinettumbaus im Juli als Parlamentarische Staatssekretärin ins Gesundheitsministerium gewechselt. Auslöser war der Rücktritt von CDU/CSU-Fraktionschef Spahn gewesen.
Der 44-jährige Rauhe gewann Goldmedaillen bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen sowie 2020 in Tokio. Hinzu kommen zahlreiche Erfolge bei Welt- und Europameisterschaften. Er ist aktuell zudem stellvertretender Vorsitzender der Athletenkommission des Europäischen Olympischen Komitees (EOC). Nach seinem Karriereende kam er unter anderem beim ZDF als TV-Kommentator zum Einsatz.
Rauhe sagte, dass ihn die Ernennung zum Staatsminister sehr berühre. Er versprach Einsatz für die vielen Ehrenamtlichen in Deutschland, die Großes leisteten, aber nur selten eine Bühne oder Applaus dafür erhielten. "Sie verdienen weniger Hürden, mehr Unterstützung und vor allem unsere volle Wertschätzung", sagte er.
Überwiegend positive Reaktionen
Die Tatsache, dass ein ehemaliger Spitzensportler den Posten übernimmt, wurde positiv aufgenommen. DOSB-Präsident Thomas Weikert sagte: "Einen Olympiasieger, der über Jahrzehnte als Sportsoldat im Kanurennsport Weltspitzenleistungen mit Engagement im Verein und der Vertretung von Athletinnen und Athleten kombiniert hat, am Kabinettstisch zu wissen, gibt dem Sport und dem ehrenamtlichen Engagement in unserem Land Rückenwind." Zudem habe Rauhe mit der Abteilung für Sport und Ehrenamt ein starkes Team an seiner Seite.
Auch Pia Greiten, die Präsidentin von Athleten Deutschland, beglückwünschte Rauhe und wünschte ihn viel Erfolg: "Ronny hat das Spitzensportsystem aus vielen Perspektiven kennengelernt und weiß um die besonderen Bedarfe der Athletinnen und Athleten. Wichtige Themen aus dem Koalitionsvertrag wie die soziale Absicherung oder die Aufstockung der Förderplätze bei der Bundeswehr können jetzt mit seiner Expertise direkt angegangen werden." Sie verwies darauf, dass die deutsche Sportpolitik vor weitreichenden Transformationen stehe: Das Sportfördergesetz, der Aufbau der Spitzensportagentur und des Zentrums für Safe Sport müssten konsequent umgesetzt werden.
Diese Nachricht wurde am 03.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
