
Der Regierungs- und Parteichef hatte bereits deutlich gemacht, dass er beide Ämter behalten und seinen Reformkurs fortsetzen werde. Gestern hatte er mit den Spitzengremien der CDU über die Folgen der Wahlen beraten. Das Scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde in Mecklenburg-Vorpommern sei für die CDU eine tiefe Zäsur, sagte Merz in Berlin. Er teilte mit, die Koalition mit der SPD im Bund fortsetzen zu wollen. Zugleich zeigte sich Merz offen für Änderungen an den geplanten Reformen. Wenn in der Bevölkerung der Eindruck entstehe, in Deutschland gehe es nicht mehr gerecht zu, müsse das angegangen werden, erklärte der Bundeskanzler.
Zahlreiche Unions-Politiker stellten sich am Abend hinter Merz. Der stellvertretende CDU-Vorsitzende Laumann sagte, den Kanzler auszutauschen sei keine Lösung. Man brauche Reformen und eine Regierung, die ihre Arbeit tue. Ähnlich äußerten sich die CDU-Politiker Wüst und Laschet sowie CSU-Parteichef Söder.
Diese Nachricht wurde am 22.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
