Klausur in Brandenburg
Kanzler Merz will an Abschaffung von "Rente mit 63" festhalten

Bundeskanzler Merz hat Forderungen auch aus der eigenen Partei nach einer Beibehaltung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren zurückgewiesen.

    Alter Mann mit Rollator schützt sich vor der Sonne und Hitze mit einem großen Sonnenschirm in Berlin.
    Grüne Umweltminister fordern Klimaanpassung im Grundgesetz. (picture alliance / Ipon / Stefan Boness)
    Merz sagte nach der zweitägigen Kabinettsklausur auf Schloss Neuhardenberg in Brandenburg, die Koalition habe sich darauf verständigt, die Vorschläge der Rentenkommission in ihrer Gesamtheit zu übernehmen. Dazu gehöre auch, Anreize zur Frühverrentung zu beenden. Merz betonte, das sei auch im Interesse der ostdeutschen Bundesländer. Die CDU-Ministerpräsidenten Schulze, Kretschmer und Voigt hatten die geplante Streichung der sogenannten Rente mit 63 infrage gestellt.
    Das Bundeskabinett beriet in Brandenburg auch über Konsequenzen aus dem Hitzesommer dieses Jahres. Merz erklärte, es gelte, daraus Lehren zu ziehen, etwa bei der Prävention und Bekämpfung von Waldbränden und der Gesundheitsprävention, aber auch für den Handel und die Landwirtschaft. Angesichts der anstehenden Sozialreformen rief Merz zu Optimismus auf. Bundesfinanzminister Klingbeil verwies auf positive Signale aus der Wirtschaft. So gebe es etwa mehr Neugründungen.
    Diese Nachricht wurde am 26.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.