Kabinettsklausur
Kanzler Merz will an Abschaffung von "Rente mit 63" festhalten

Bundeskanzler Merz hat Forderungen auch aus der eigenen Partei nach einer Beibehaltung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren zurückgewiesen. Merz sagte nach der Kabinettsklausur in Brandenburg, die Koalition habe sich darauf verständigt, die Vorschläge der Rentenkommission in ihrer Gesamtheit zu übernehmen.

    Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) steht an einem Rednerpult im Freien.
    Bundeskanzler Merz will an den Vorschlägen der Rentenkommission festhalten. (Kay Nietfeld/dpa)
    Dazu gehöre auch, Anreize zur Frühverrentung zu beenden. Das sei auch im Interesse der ostdeutschen Bundesländer, denn dort sei das Potenzial an Arbeitskräften noch geringer als im Westen. Merz betonte, man werde im Gesetzgebungsverfahren zur Rentenreform Härtefalle berücksichtigen.
    Die CDU-Ministerpräsidenten Schulze, Kretschmer und Voigt hatten die geplante Streichung der sogenannten Rente mit 63 infrage gestellt, ebenso wie mehrere SPD-Regierungschefs.

    Konsequenzen aus Hitzesommer

    Das Bundeskabinett beriet in Brandenburg auch über Konsequenzen aus dem Hitzesommer dieses Jahres. Merz erklärte, es gelte, daraus Lehren zu ziehen, etwa bei der Prävention und Bekämpfung von Waldbränden und der Gesundheitsprävention, aber auch für den Handel und die Landwirtschaft. Angesichts der anstehenden Sozialreformen rief Merz zu Optimismus auf. Bundesfinanzminister Klingbeil verwies auf positive Signale aus der Wirtschaft. So gebe es etwa mehr Neugründungen.

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    Diese Nachricht wurde am 26.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.