Bundesregierung
Keine Kürzungen bei Rentenansprüchen für pflegende Angehörige: SPD unterstützt "Kurskorrektur" von Bundesgesundheitsminister Linnemann

Die SPD unterstützt die Ankündigung von Bundesgesundheitsminister Linnemann, auf Einsparungen bei den Rentenansprüchen für pflegende Angehörige zu verzichten.

    Eine Frau hilft einem Mann in hohem Alter beim Aufstehen aus einem Sessel.
    Frau bei der Pflege eines Angehörigen. (picture alliance / Westend61 / Uwe Umstätter)
    Das sei ein richtiger Schritt, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Pantazis, in Berlin. Finanzierungsprobleme in der Pflege dürften nicht einseitig auf pflegende Angehörigen abgewälzt werden. Ihnen die eigene Alterssicherung zu kürzen, wäre sozialpolitisch das falsche Signal.
    Der Deutsche Gewerkschaftsbund äußerte sich ähnlich, forderte aber noch zusätzliche Änderungen. DGB-Vorstandsmitglied Piel erklärte, der Bundesgesundheitsminister müsse nun auch die steigenden Eigenanteile der Pflegebedürftigen stoppen.
    Linnemann hatte gestern erklärt, er wolle bei den Rentenansprüchen für pflegende Angehörige nicht sparen. Sie seien Alltagshelden, ohne die das Pflegesystem kollabieren würde, sagte der CDU-Politiker.
    Diese Nachricht wurde am 24.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.