Fulda
Keine Umbenennung der Johannes-Dyba-Allee

In Fulda sind Missbrauchsbetroffene mit dem Vorstoß gescheitert, eine Straße umzubenennen, die den umstrittenen früheren katholischen Bischof Johannes Dyba ehrt.

    Blaues Straßenschild mit weißem Aufdruck "Johannes-Dyba-Allee".
    Die Johannes-Dyba-Allee im hessischen Fulda. (picture alliance / Bildagentur-online / Sunny Celeste / Bildagentur-online / Sunny Celeste)
    Die Initiatoren hatten argumentiert, der im Jahr 2000 verstorbene Dyba sei während seiner Amtszeit Hinweisen auf sexualisierte Gewalt in den Bistümern Fulda und Limburg nicht nachgegangen. Deshalb solle die Straße in der Innenstadt wieder ihren ursprünglichen Namen Kastanienallee erhalten. Dieser von der SPD-Fraktion unterstützte Vorschlag erhielt jedoch im Stadtrat keine Mehrheit. Gegner der Umbenennung argumentierten unter anderem, es lägen keine rechtlich belastbaren Beweise für Dybas Fehlverhalten vor. Vom Bistum hieß es bereits im Frühjahr, man wolle die Geschichte nicht schönfärben, aber auch nicht umschreiben. Bischof Dyba sei und bleibe Teil der Kirchen- und der Stadtgeschichte.
    Diese Nachricht wurde am 08.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.