
Für die Untersuchung verlangten die Testpersonen von den Chatbots unter anderem Nachrichten und Presseschauen russischer Staatsmedien. Einige Programme verwiesen zwar darauf, dass die betreffenden Internetseiten gesperrt seien, lieferten die gewünschten Inhalte aber dennoch über alternative Quellen - etwa russische Online-Netzwerke.
Nur ein getesteter Chatbot hielt sich den Angaben zufolge konsequent an die Sanktionen: Meta AI habe entsprechende Anfragen mit dem Hinweis abgelehnt, dass dies derzeit nicht möglich sei. OpenAI, das Unternehmen hinter ChatGPT, erklärte, man nehme die Ergebnisse des Berichts ernst und prüfe die Vorwürfe.
Reporter ohne Grenzen kritisierte, dass die europäischen Sanktionen unter diesen Bedingungen ihr Ziel nicht vollständig erreichten. Die Organisation fordert deshalb eine bessere Regulierung von KI-Anwendungen. Im Juli hatte der Europäische Gerichtshof (EuGH) entschieden, dass Videos des russischen Staatssenders RT auch auf frei zugänglichen Websites nicht verbreitet werden dürfen.
Diese Nachricht wurde am 03.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
