Hybride Bedrohung
Kiesewetter: Maßnahmen gegen Russland sind unzureichend

Der CDU-Außenpolitiker Kiesewetter hält die von der Bundesregierung angekündigten Maßnahmen gegen Russland nach dem versuchten Anschlag mit einer Sprengstoffdrohne am Flughafen Leipzig/Halle für unzureichend.

    Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter im Porträt
    Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter (picture alliance / Geisler-Fotopress / Bernd Elmenthaler / Geisler-Fotopr)
    Das Russische Haus und das Generalkonsulat in Bonn hätten ohnehin längst aus Sicherheitsgründen geschlossen werden müssen, sagte Kiesewetter dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Er forderte Konsultationen nach Artikel 4 des NATO-Vertrages. Dieser sieht Beratungen der Verbündeten vor, wenn sich ein Mitglied für von außen gefährdet erklärt.
    Die Bundesregierung hatte Russland für den Anschlagsversuch verantwortlich gemacht und neben der Schließung der beiden Einrichtungen unter anderem verschärfte Einreisekontrollen für russische Staatsbürger angekündigt. Nach Recherchen von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung wurden inzwischen zwei Tatbeteiligte identifiziert. Es soll sich um einen gebürtigen Russen mit lettischem Pass sowie um einen Mann aus Belarus mit russischem Pass handeln.
    Bundesaußenminister Wadephul berät heute mit seinen Kollegen aus Frankreich und Polen, Barrot und Sikorski, in Weimar über die hybriden Bedrohungen der EU und ihrer Mitglieder.
    Diese Nachricht wurde am 03.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.