Pisa-Studie
Kinderhilfswerk fordert stärkeren Fokus auf Bildungsgerechtigkeit

Nach der Veröffentlichung der jüngsten Pisa-Ergebnisse hat das Deutsche Kinderhilfswerk einen stärkeren Fokus auf das Thema Bildungsgerechtigkeit verlangt.

    Das Logo des Deutschen Kinderhilfswerks.
    Das Kinderhilfswerk will mehr Bildungsgerechtigkeit (Archivbild). (dpa / picture alliance / Jens Kalaene)
    Bundesgeschäftsführer Hofmann sagte, in Deutschland hänge es weiterhin in erschreckend hohem Maße von der sozialen Herkunft ab, welche Bildungs- und Teilhabechancen ein Kind habe. Das sei seit vielen Jahren bekannt, ohne dass wirksam entgegengesteuert werde. Kein Bildungssystem könne langfristig erfolgreich sein, ohne Chancengerechtigkeit sicherzustellen.
    In der neuen Pisa-Studie schneiden Deutschlands Schüler in Mathematik und Lesekompetenz schlechter ab als je zuvor. Zwei Prozent der Schüler aus benachteiligten Familien erzielen hohe Kompetenzen, bei Kindern aus privilegierten Familien sind es rund 25 Prozent. Dieser Zusammenhang ist in Deutschland rund dreimal so stark wie in Kanada und doppelt so stark wie in Dänemark oder Norwegen.
    Diese Nachricht wurde am 08.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.