Religionsvertreter und Organisationen
Kirchen und Migrantenverbände beunruhigt nach AfD-Wahlerfolg - Landesweite Protestwelle angekündigt

Vertreter der Kirchen und von Verbänden haben mit Entsetzen auf den AfD-Erfolg in Sachsen-Anhalt reagiert.

    Bischof Gerhard Feige spricht während eines Gottesdienstes zu Gläubigen.
    Der katholische Bischof von Magdeburg, Gerhard Feige (hier während eines Gottesdienstes) (picture alliance / dpa / Peter Gercke)
    Der evangelische Bischof der mitteldeutschen Landeskirche, Kramer, sprach im ARD-Fernsehen von einer Spaltung des Landes. Der katholische Bischof von Magdeburg, Feige, äußerte die Befürchtung einer Zunahme von Vorurteilen und Abgrenzungen. Auch der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Schuster, sagte, er sei "persönlich entsetzt". Gegenüber der Zeitung "Die Welt" warnte er vor weitreichenden Folgen, sollte die AfD die Landesregierung in Sachsen-Anhalt übernehmen. Der Dachverband der Migrantenorganisationen in Ostdeutschland erklärte, man befürchte Ausgrenzung und Rassismus.
    In mehreren Bundesländern gab es direkt nach der Wahl erste Proteste gegen die AfD. In Frankfurt am Main waren nach Angaben der Polizei rund 2.500 Menschen auf der Straße. Auch in Berlin und Mainz kamen demnach Hunderte zusammen. In der Hauptstadt ist zudem für heute eine große Protestkundgebung vor dem Brandenburger Tor angekündigt. Die Polizei geht von 5.000 Teilnehmenden aus. Die Kampagnen-Organisation Campact plant in den kommenden Tage weitere Demonstrationen in ganz Deutschland.
    Diese Nachricht wurde am 07.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.