Religionsvertreter
Kirchen und Zentralrat der Juden besorgt über AfD-Wahlerfolg

Vertreter der Kirchen haben mit Entsetzen auf den AfD-Erfolg in Sachsen-Anhalt reagiert.

    Bischof Gerhard Feige spricht während eines Gottesdienstes zu Gläubigen.
    Der katholische Bischof von Magdeburg, Gerhard Feige (hier während eines Gottesdienstes) (picture alliance / dpa / Peter Gercke)
    Der katholische Bischof von Magdeburg, Feige, warnte vor einer Zunahme von Vorurteilen und Abgrenzungen. Der evangelische Bischof der mitteldeutschen Landeskirche Kramer sprach im ARD-Fernsehen von einer Spaltung des Landes.
    Die Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Knobloch, nannte das Wahlergebnis ein Zeichen, dass die Statik der Demokratie nicht mehr funktioniere - und das mache ihr Angst. Der Zentralrat der Juden in Deutschland zeigte sich schockiert. Präsident Schuster sagte der Zeitung "Die Welt", er sei "persönlich entsetzt“. Er warnte vor weitreichenden Folgen, sollte die AfD die Landesregierung in Sachsen-Anhalt übernehmen. Als Beispiel nannte er eine "radikal veränderte Bildungspolitik" zulasten vieler Kinder und Jugendlicher.
    Diese Nachricht wurde am 07.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.