
Im ZDF widersprach er unter anderem dem Vorwurf, er habe die Deutschen faul genannt. Er habe lediglich gesagt, dass die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden in Deutschland im Augenblick zu niedrig sei. Man müsse Produktivität und wirtschaftliche Leistung verbessern. Persönliche Faulheit habe er dagegen nie jemandem unterstellt, betonte Merz. Angesprochen auf weitere umstrittene Äußerungen wie die zum Stadtbild in der Debatte um Migration in Deutschland sagte der Kanzler, viele Menschen würden ihm in der Sache Recht geben. Dem ZDF warf er vor, diesen Stimmen nicht genügend Raum zu geben.
Nach dem Rücktritt von Unionsfraktionschef Spahn schloss Merz eine Kabinettsumbildung nicht aus. Es könnte eine Gelegenheit sein, noch einmal über die Aufstellung der Bundesregierung nachzudenken. Zudem kündigte er an, bald eine Nachfolge für den Posten des Fraktionschefs vorzuschlagen. Morgen beraten mehrere Gremien der Union über das weitere Vorgehen. Neben dem CDU-Präsidium kommt auch der Vorstand der Bundestagsfraktion unter dem Vorsitz von Interimschef Hoffmann von der CSU zusammen.
Diese Nachricht wurde am 19.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
