Studie
Klimawandel könnte Zahl der Weideflächen bis 2100 halbieren - Afrika besonders betroffen

Durch den Klimawandel könnten bis zum Jahr 2100 weltweit mehr als die Hälfte der Weideflächen für Nutztiere zerstört werden. Das geht aus einer Studie des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung hervor.

    Eine Wüstenlandschaft im Sandsturm in Südafrika
    Studie: Bis 2100 könnten sich die Zahl der Weideflächen weltweit halbieren. (picture alliance / Zoonar / Nico Smit)
    Davon wären über 100 Millionen Menschen bedroht, die von der Weidewirtschaft leben. Besonders Regionen, die bereits unter Hunger und Ungleichheit leiden, wären laut Studie betroffen. In Afrika könnten bis zu 65 Prozent der geeigneten Graslandflächen schrumpfen.
    Weideflächen für Rinder, Schafe und Ziegen bedecken heute noch rund ein Drittel der Erdoberfläche. Sie sind damit das weltweit größte landwirtschaftliche Produktionssystem.

    Schon jetzt Nahrungsmittelknappheit durch Dürre in Ostafrika

    Für die Rinderherden etwa der Massai und Samburu in Kenia oder die Schaf- und Ziegenherden nomadisierender Viehzüchter am Horn von Afrika, die schon jetzt schwierigen Bedingungen ausgesetzt sind, ist das ein düsteres Zukunftsszenario. Traten schwere Dürren in der Region früher etwa alle 20 Jahre auf, häuften sie sich in der jüngsten Vergangenheit in immer kürzeren Abständen. 
    Diese Nachricht wurde am 10.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.