Treffen mit UniCredit-Chef
Klingbeil stellt Bedingungen für mögliche Commerzbank-Übernahme

Bundesfinanzminister Klingbeil hat eine mögliche Übernahme der Commerzbank durch die italienische Großbank Unicredit an Bedingungen geknüpft.

    Berlin: Lars Klingbeil (SPD), Bundesminister der Finanzen, spricht bei der Pressekonferenz zur Vorstellung des Planentwurfs für den Bundeshaushalt 2027 im Haus der Bundespressekonferenz.
    Bundesfinanzminister Klingbeil (SPD) (Michael Kappeler/dpa)
    Er sagte nach einem Gespräch mit Unicredit-Chef Orcel, die Commerzbank müsse eine börsennotierte Aktiengesellschaft mit Sitz in Frankfurt bleiben und ihre Bedeutung für die Finanzierung des Mittelstands weiterhin erfüllen. Zudem habe die Bundesregierung die Interessen der Beschäftigten im Blick. Unicredit-Chef Orcel betonte nach dem Gespräch mit Klingbeil in Berlin, Ziel sei es nun, einen Weg zu finden, der allen Beteiligten bestmöglich gerecht werde.
    Die italienische Großbank hatte sich durch Aktienkäufe und Optionen einen Anteil von fast 50 Prozent an der Commerzbank gesichert und strebt eine Übernahme an. Innerhalb der Commerzbank wird der Abbau von tausenden Stellen befürchtet. Der Bund hält als zweitgrößter Aktionär gut zwölf Prozent der Anteile an der Bank in Frankfurt.
    Diese Nachricht wurde am 15.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.