Rede vor Institut für Wirtschaftsforschung
Klingbeil: Transatlantisches Verhältnis löst sich gerade auf

Bundesfinanzminister und Vizekanzler Klingbeil hat das Verhältnis zu den USA erneut als stark beschädigt beschrieben.

    Lars Klingbeil (SPD), Bundesfinanzminister, bei der Plenarsitzung im Deutschen Bundestag
    Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) (IMAGO / Andreas Gora /)
    Bei einer Veranstaltung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung sagte der SPD-Chef, das transatlantische Verhältnis, so wie es bisher bekannt sei, löse sich gerade auf. Klingbeil verwies auf den US-Militäreinsatz gegen Venezuela, den Konflikt um Grönland und die neue nationale Sicherheitsstrategie der US-Regierung. Die Trump-Administration mache deutlich, dass sie die westliche Hemisphäre dominieren wolle und wende sich politisch und kulturell immer weiter von Europa ab, sagte Klingbeil weiter.
    Weil sich zudem frühere Handelspartner mehr und mehr zu Konkurrenten entwickelten, plädierte der Finanzminuster für einen Kurswechsel in der Wirtschaftspolitik: Die heimische Wirtschaft müsse stärker vor ausländischer Konkurrenz geschützt werden. Deutschland und Europa müssten ihre eigenen Interessen in den Mittelpunkt stellen und diese mit Partnern durchsetzen.
    Diese Nachricht wurde am 14.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.