Bundesfinanzministerium
Klingbeil will Pläne für Zuckersteuer auf Nektar, Smoothies, Hafermilch ausweiten

Bundesfinanzminister Klingbeil will die geplante Zuckersteuer auf weitere Getränke ausweiten. Der SPD-Vorsitzende sagte RTL/ntv, die ganze Bundesregierung stehe hinter den Plänen. Klingbeil wies Vorwürfe zurück, mit der Abgabe primär auf zusätzliche Staatseinnahmen abzuzielen.

    Großaufnahme von Getränkedosen
    Die Zuckersteuer könnte auf mehr Produkte erhoben werden, als bisher vorgesehen. (imago / Zoonar / Markus Mainka)
    Es gehe darum, Kinder besser zu schützen und das Gesundheitssystem zu stärken. Ein Sprecher von Bundeslandwirtschaftsminister Rainer, CSU, betonte indes, man stehe zu den in der Koalition vereinbarten Beschlüssen im Rahmen der GKV‑ Reform. Auch Unionsfraktionsvize Stegemann kritisierte, Klingsbeils Pläne schössen über das Ziel hinaus.
    Ein Eckpunktepapier des Finanzministeriums, das dem Deutschlandfunk vorliegt, sieht eine Ausweitung der Zuckersteuer etwa auf Nektars, Smoothies, Hafermilch und auch Getränke mit Süßstoff vor. Die Höhe soll sich nach dem Zuckergehalt richten und zwischen 26 und 38 Cent pro Liter liegen. Bisher war geplant, die Steuer nur auf zuckerhaltige Getränke wie Limonaden zu erheben.
    Aktuell stimmt sich das Bundeskabinett auf Schloss Neuhardenberg bei einer zweitägigen Klausurtagung über den politischen Kurs der nächsten Wochen ab. Mehrere Minister berichteten von einer guten Atmosphäre.
    Diese Nachricht wurde am 26.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.