Streit um Grönland
Klingbeil zu Trumps Zolldrohung: "Wir lassen uns nicht erpressen"

Deutschland und Frankreich haben nach den jüngsten Drohungen von US-Präsident Trump im Streit um Grönland eine harte Reaktion der EU angekündigt.

    Finanzminister Lars Klingbeil und Roland Lescure, Finanz- und Wirtschaftsminister von Frankreich, äußern sich anlässlich der deutsch-französischen Klausur bei einer Pressekonferenz im Bundesfinanzministerium.
    Finanzminister Lars Klingbeil und Roland Lescure, Finanz- und Wirtschaftsminister von Frankreich, äußern sich anlässlich der deutsch-französischen Klausur bei einer Pressekonferenz. (Bernd von Jutrczenka / dpa / Bernd von Jutrczenka)
    Man lasse sich nicht erpressen, sagte Bundesfinanzminister Klingbeil nach einem Treffen mit seinem französischen Amtskollegen Lescure in Berlin. Es werde eine geschlossene und deutliche Antwort Europas geben, falls Trump die Zolldrohung aufrecht erhalte. Nach Angaben von Klingbeil könnte etwa die von der EU und den USA erarbeitete Zollvereinbarung auf Eis gelegt werden. Zugleich betonte er, man könne auch weiterhin mit Washington über Sicherheitsinteressen und strategische Rohstoffe in Grönland sprechen. Es sei aber wichtig, Präsident Trump die Grenzen aufzuzeigen. Lescure regte ein Treffen der Finanzminister der G7-Staaten an, das in den kommenden Tagen stattfinden soll. Nach Angaben von
    EU-Ratspräsident Costa sollen die Staats- und Regierungschef in dieser Woche zu einem Sondergipfel zusammenkommen.
    Trump hatte am Wochenende seinen Willen bekräftigt, Grönland zu übernehmen und neue Zölle für acht europäische Länder angekündigt, die sich seiner Forderung offen widersetzen.
    Diese Nachricht wurde am 19.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.