Schutz vor Sabotage
Koalition will Informationen über kritische Infrastruktur einschränken

Die Koalition aus Union und SPD will öffentliche Informationen über kritische Infrastruktur einschränken und damit den Schutz vor Sabotage verbessern.

    Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU,r) äußert sich neben Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, auf einer Pressekonferenz zum Koalitionsausschuss im Kanzleramt.
    Der Koalitionsausschuss hat sich auf mehr Schutz der kritischen Infrastruktur verständigt. (dpa / Fabian Sommer)
    In einem Beschlusspapier des ersten Koalitionsausschusses in diesem Jahr heißt es, die öffentliche Verfügbarkeit von Daten stelle ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. So würden Anschläge und Ausspähversuche von Akteuren im In- und Ausland erleichtert. Bundeskanzler Merz verwies ausdrücklich auf den Brandanschlag in Berlin, der zu einem großflächigen Stromausfall geführt hatte. Der CDU-Vorsitzende betonte, der Schutz der kritischen Infrastruktur und die Resilienz hätten nach Auffassung der Koalition Vorrang vor dem Wunsch nach Transparenz. Bund und Länder sollten also prüfen, wie viele Informationen sie in Zukunft preisgäben.
    Union und SPD hatten sich bereits Anfang der Woche auf Details des sogenannten "Kritis-Dachgesetzes" geeinigt, das heute vom Bundestag beschlossen werden soll. Es sieht vor, dass etwa Energieversorger und Wasserwerke ihre Anlagen besser schützen müssen.
    Diese Nachricht wurde am 29.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.