Auszeichnung
Körber-Preis für Zellbiologin Wickström

Die finnische Medizinerin und Zellbiologin Sara Wickström ist mit dem Körber-Preis für die Europäische Wissenschaft 2026 ausgezeichnet worden. Sie erhielt den mit einer Million Euro dotierten Preis für die Entdeckung eines bislang unbekannten Mechanismus, mit dem Zellen ihre Umgebung wahrnehmen.

    Sara Wickström steht vor einer grünen Wand und hat die Arme vor dem Körper verschränkt.
    Sara Wickström (Marcus Gloger / Körber-Stiftung / dp / Marcus Gloger)
    Das teilte die Körber-Stiftung in Hamburg mit. Wickströms Forschung decke auf, dass Zellen physische Kräfte wie Druck oder Zug wahrnähmen und sie bis in ihr Erbgut hinein verarbeiten würden. So könnten allein durch physische Einwirkung einzelne Gene an- oder ausgeschaltet werden - ein entscheidender Faktor dafür, wie sich eine Zelle entwickle oder wie Gewebe nach Verletzungen heile. Langfristig könne Wickströms Forschung zur Entwicklung neuer Therapien gegen Krebs, Organvernarbungen und andere, häufig altersbedingte Erkrankungen beitragen, heißt es weiter. Wickström ist Direktorin am Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin in Münster
    Der Körber-Preis wird seit 1985 verliehen und zählt zu den weltweit höchstdotierten Forschungspreisen.
    Diese Nachricht wurde am 19.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.