Samstag, 26. November 2022

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Kollege Whistleblower

Ob Gammelfleisch in der Supermarkt-Theke, versteckte Kameras in der Umkleidekabine oder Unmenschlichkeit im Pflegeheim - viele Skandale wären nicht bekannt geworden, hätten nicht Mitarbeiter die Missstände öffentlich gemacht oder sogar ihren Arbeitgeber angezeigt.

Am Mikrofon: Birgid Becker | 28.11.2013

    Meist müssen sie das mit dem Verlust ihres Arbeitsplatzes bezahlen.

    Die Öffentlichkeit wiederum ist sich uneins darüber, ob die Whistleblower - eingedeutscht Hinweisgeber - Helden oder Verräter sind. Auch die Politik betrachtet den Hinweisgeber mit unterschiedlichen Augen: Einen arbeitsrechtlichen Schutz für Hinweisgeber, den SPD und Grüne schon einmal gesetzlich eingerichtet sehen wollten, lehnten Christ- und Freidemokraten ab.

    Was sagt das Arbeitsrecht zum Whistleblower? Wie viel Loyalität darf der Arbeitgeber verlangen? Was tun bei Missständen im Unternehmen, auf die Vorgesetzte nicht reagieren wollen? Wann ist die Anzeige eines Missstandes vielleicht sogar Pflicht?

    Studiogäste
    Valerie Holsboer, Bundesverband der Systemgastronomie, www.bundesverband-systemgastronomie.de
    Christof Kleinmann, Friedrich Graf von Westphalen & Partner, www.gvw.com
    Andreas Splanemann, Verdi Berlin-Brandenburg, www.verdi.de
    Guido Strack, Whistleblower-Netzwerk, www.whistleblower-net.de