
Die Kommission regt unter anderem an, Kindergeld künftig ohne vorherige Antragstellung auszuzahlen. Leistungen wie das in Grundsicherung umbenannte Bürgergeld, das Wohngeld und der Kinderzuschlag sollten gebündelt werden.
Zudem wolle man die Zahl der zuständigen Behörden verringern. Die Kommission empfiehlt, eine möglichst einheitliche Verwaltung für das neue Sozialleistungssystem zu etablieren, in der Bürgerinnen und Bürger nur eine Anlaufstelle haben und Leistungen "aus einem Guss und einer Hand" gewährt
werden. Auch ein verstärkter Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Sozialverwaltung wird ins Gespräch gebracht.
werden. Auch ein verstärkter Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Sozialverwaltung wird ins Gespräch gebracht.
Erwerbsanreize sollen verstärkt werden
Zudem wolle man Erwerbsanreize verstärken. Sozialleistungen für Erwerbsfähige müssten darauf ausgerichtet sein, dass die Leistungsbezieher ihren Lebensunterhalt perspektivisch wieder selbstständig bestreiten können. Dies betrifft etwa Fälle, in denen Menschen ihre Arbeitszeit ausweiten, am Ende aber nicht mehr Geld zur Verfügung steht. Denn der höhere Verdienst kann bisher dazu führen, dass der Staat Leistungen wie Wohngeld oder Grundsicherung stark kürzt.
Empfehlung: Zugang von EU-Ausländern zu Sozialleistungen an umfassendere Beschäftigung knüpfen
Die Kommission empfiehlt der Bundesregierung auch, sich auf europäischer Ebene dafür einzusetzen, den Zugang von EU-Ausländern zu Sozialleistungen in Deutschland künftig an eine umfassendere Beschäftigung zu knüpfen. Zuletzt war verstärkt über Missbrauch beim Bürgergeld durch Zuwanderung aus Ländern wie Rumänien und Bulgarien diskutiert worden.
CDU-Generalsekretär Linnemann hatte gefordert, es müsse "aufhören, dass weit mehr als 100.000 EU-Bürger aus Südosteuropa in Deutschland häufig nur wenige Stunden pro Woche arbeiten, sich den geringen Lohn über das Bürgergeld aufstocken lassen", Kosten der Unterkunft erstattet bekämen und Kindergeld ins Ausland überwiesen.
Kommission gibt 26 Empfehlungen ab
Insgesamt legt die Kommission mit dem Abschlussbericht 26 Empfehlungen vor. Das von Arbeitsministerin Bas im vergangenen August berufene Gremium setzt sich aus Vertretern von Bund, Ländern und Kommunen zusammen. Der Bericht soll morgen vorgestellt werden.
Der Fokus der Kommission lag auf steuerfinanzierten Leistungen wie Bürgergeld, Wohngeld und Kinderzuschlag. Für die von der Koalition geplante Reform beitragsfinanzierter Systeme wie etwa der Rente werden derzeit gesonderte Empfehlungen ausgearbeitet.
Diese Nachricht wurde am 26.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
