Jeff Bezos
Konkurrenz für Elon Musks "Starlink" steigt: Ariane-Rakete der ESA bringt Amazon Leo-Satelliten ins All

Die europäische Trägerrakete Ariane 6 ist mit 32 Amazon-Satelliten an Bord ins All gestartet. Sie hob planmäßig vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana ab.

    Eine Ariane-6-Rakete mit 32 Satelliten für die Amazon-Leo-Konstellation startet am 12. Februar 2026 vom Weltraumbahnhof Guayana in Kourou
    Die Ariane-6-Rakete startete vom Weltraumbahnhof Guayana in Kourou. (AFP / RONAN LIETAR)
    Die 32 Satelliten sollen in etwa 465 Kilometer Höhe das Satellitennetzwerk Amazon Leo verstärken. Leo ist ein Konkurrenzunternehmen zu Starlink von Elon Musk, das allerdings schon deutlich mehr Satelliten ins All gebracht hat. Insgesamt sind 18 Ariane-Flüge für Amazon geplant. Das System Amazon Leo (Low Earth Orbit; niedrige Erdumlaufbahn) soll mit über 3.200 Satelliten Download-Geschwindigkeiten zwischen 100 Megabit und einem Gigabit pro Sekunde liefern – und hätte damit in etwa die Geschwindigkeit schneller Internetleitungen für Privathaushalte. 

    TeraWave: Bezos' Weltraumfirma Blue Origin kündigte jüngst auch Hochgeschwindigkeitsnetz für Unternehmen

    Amazon-Gründer Jeff Bezos hatte zuletzt den Konkurrenzdruck auf Musk verstärkt. Neben "Amazon Leo" kündigte Bezos’ Weltraumfirma Blue Origin auch ein Hochgeschwindigkeitsnetz für Unternehmen mit dem Namen TeraWave an. Bei solchen Systemen kommuniziert Technik auf dem Boden direkt mit den Satelliten. Sie können damit herkömmliche Telekommunikationsinfrastruktur ersetzen.
    Bei der Ariane 6 handelt es sich um die neueste und stärkste Trägerrakete der europäischen Weltraumorganisation ESA. Es war der erste Start mit vier statt wie bisher zwei Boostern, wodurch eine Ladung von gut 20 Tonnen möglich ist. Mit dieser Trägerrakete will Europa in der Raumfahrt unabhängiger von den USA und Russland werden.
    Diese Nachricht wurde am 13.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.