Studie zur Vermögenssteuer
Konzept der Linken könnte rund 150 Milliarden Euro jährlich bringen - DIW warnt vor Abwanderung ins Ausland

Die Wiedereinführung der Vermögenssteuer könnte dem Staat laut einer von der Linkspartei in Auftag gegebenen Studie bis zu 150 Milliarden Euro im Jahr einbringen.

    Ein Akten-Ordner mit der Aufschrift "Vermögenssteuer" liegt im Hintergrund. Davor sind Euro-Scheine und Münzen zu sehen.
    Die Linkspartei fordert die Wiedereinführung einer Vermögenssteuer in Deutschland. (picture alliance / dpa)
    Grundlage der Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung ist das vorgelegte Konzept der Partei. Dieses sieht einen persönlichen Freibetrag von einer Million Euro und für Unternehmen von fünf Millionen Euro vor. Darüber soll der Steuersatz für Vermögen auf bis zu fünf Prozent steigen. Ab einer Milliarde Euro soll ein Steuersatz von zwölf Prozent gelten. Zum Vermögen zählen den Plänen der Linkspartei zufolge unter anderem Immobilien und Wertpapiere. Der Autor der DIW-Studie, Bach, sprach von einem ambitionierten Konzept. Belastet würden vor allem die reichsten 0,1 Prozent der Deutschen. Er warnte zugleich davor, dass ein Teil der Betroffenen Vermögenswerte ins Ausland verlagern könnte und sich das Steueraufkommen dadurch reduziere.

    Aus dem Dlf-Programm:

    100 Mrd. Steuereinnahmen – Linke für Rückkehr der Vermögenssteuer (Audio)
    Diese Nachricht wurde am 06.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.