Dienstag, 24. Mai 2022

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Krankenhäuser auf der Intensivstation
Muss Gesundheit wirtschaftlich sein?

In deutschen Krankenhäusern fehlen mehr als 160.000 Mitarbeiter. Viele Ärzte fühlen sich überarbeitet, haben zu wenig Zeit für ihre Patienten. Eine Pflegekraft muss sich im Schnitt um zehn Patienten kümmern – so viele, wie in keinem anderen europäischen Land.

Von Judith Dauwalter | 02.06.2018

Das Bild zeigt die Notärztin Birgit Baier im Eingang der Notaufnahme eines Krankenhauses in Bayern.
Notärztin Birgit Baier vor der Notaufnahme im größten Einsatzgebiet Bayerns, in Donauwörth. (Deutschlandradio/ Judith Dauwalter)
Gleichzeitig hat jedes dritte deutsche Krankenhaus 2016 rote Zahlen geschrieben. Krankenkassen empfehlen bereits, dass sich Krankenhäuser stärker spezialisieren sollen. Schon bald könnte jede dritte deutsche Notaufnahme verschwinden. Die deutsche Kliniklandschaft ist schwer angeschlagen – aber muss sich Gesundheit eigentlich wirtschaftlich lohnen?
Das Bild zeigt den Oberarzt Thomas Händl in einem Schockraum der Augsburger Notaufnahme mit den verschiedensten medizinischen Gerätschaften. Hier sieht man ihn stehend an einem Computer arbeiten.
Thomas Händl, leitender Oberarzt, in einem der Schockräume der Augsburger Notaufnahme. (Deutschlandradio/ Judith Dauwalter)
Das fragt Judith Dauwalter im Wochenendjournal und besucht dafür eine der größten deutschen Notaufnahmen. Außerdem war sie mit einer Notärztin im Einsatz und hat den Kampf gegen die Schließung eines kleinen, ländlichen Krankenhauses begleitet.