Russland
Kreml weist Erklärung zur Vergiftung Nawalnys als "unbegründet" zurück

Russland hat den Befund fünf europäischer Länder zurückgewiesen, wonach der russische Oppositionspolitiker Nawalny vergiftet wurde.

    Moskau: Kremlsprecher Dmitri Peskow bei der jährlichen Pressekonferenz des russischen Präsidenten Putin in Moskau.
    Kremlsprecher Dmitri Peskow (Alexander Zemlianichenko / AP / dpa / Alexander Zemlianichenko)
    Kreml-Sprecher Peskow sagte in Moskau, man akzeptiere solche Anschuldigungen nicht. Sie seien voreingenommen und unbegründet. Am Wochenende hatten Deutschland und vier weitere europäische Länder Belege dafür vorgelegt, dass Nawalny in russischer Haft vergiftet wurde. In einer gemeinsamen Erklärung hieß es, Wissenschaftler hätten schlüssig den Giftstoff Epibatidin in Proben des Leichnams von ‌Nawalny ‌nachgewiesen. Unklar ist, wie die Gewebeproben in den Westen gelangt sind. Der Putin-Gegner war am 16. Februar 2024 ⁠in einem sibirischen ‌Straflager gestorben. Die russischen Behörden hatten von einem natürlichen Tod gesprochen.
    Am Grab Nawalnys in Moskau versammelten sich heute zahlreiche Menschen, darunter die Mutter des Verstorbenen. Sie forderte Gerechtigkeit für ihren Sohn, der ermordet worden sei.
    Diese Nachricht wurde am 16.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.